SKIUNFÄLLE: Pistenrowdys können hart bestraft werden

Der Snowboarder, der auf der Frutt ein Mädchen über den Haufen gefahren hat, muss sich warm anziehen. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

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Gestellte Szene auf dem Jochpass in Engelberg. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Gestellte Szene auf dem Jochpass in Engelberg. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Es geschah am vergangenen Montag. Ein 15-jähriges Mädchen geniesst auf der Melchsee-Frutt einen Tag auf dem Snowboard. Kurz nach 16 Uhr kommt es auf der Skipiste Bonistock zum Crash mit einem anderen Snowboarder. Das Mädchen knallt zu Boden und bleibt reglos liegen. Anstatt zu helfen, sucht der am Unfall beteiligte Snowboarder das Weite. Dem Mädchen geht es inzwischen wieder besser. Doch vom Snowboarder, der nach dem Unfall einfach weiterfuhr, fehlt jede Spur.

Bedenklich ist, dass es sich bei der jüngsten «Fahrerflucht» nicht um einen Einzelfall handelt. In den vergangenen drei Jahren wurden in Obwalden 78 Scheesportunfälle registriert. Dabei wurde in sechs Fällen die Nothilfe unterlassen. Wintersportler, die nach einem Unfall flüchten, müssen mit harten Strafen rechnen. Im aktuellen Fall drohen dem Snowboarder – falls er erwischt wird – eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

Daniel Schriber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.