SKIUNFALL: Skandinavier verliert auf dem Titlis sein Leben

Am Samstag stürzte ein 40-jähriger Skifahrer auf dem Titlis in Engelberg in eine Gletscherspalte. Er zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.

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Das Gebiet Steinberg, wo es schon mehrere tödliche Unfälle gab. (Bild pd)

Das Gebiet Steinberg, wo es schon mehrere tödliche Unfälle gab. (Bild pd)

Bei guten Sicht und Wetterverhältnissen verliess eine 3er-Gruppe Schneesportler die markierte und gesicherte Piste und befuhr die Gletscher-Variante Steinberg vom Titlis nach Trüebsee. Die gebietsunkundigen Skandinavier folgten den Spuren anderer Skifahrer. Im oberen Bereich des Gletschers brach beim Befahren plötzlich die Schneedecke ein und einer der Skifahrer stürzte in eine Gletscherspalte.

Schwierige Bergung
Auf Grund des Wetterumschlages gestaltete sich die Bergung sehr schwierig, wie die Kantonspolizei Obwalden mitteilt. Die Helikopter konnten nicht fliegen und die ganze Rettungsausrüstung musste mit der Bahn hochtransportiert werden. Die Rettungskräfte der Pistenrettung und der Rettungsstation Engelberg konnten den Verunfallten nur noch tot aus einer Tiefe von rund 30 Meter bergen. Zum genauen Unfallhergang ist eine Untersuchung durch das Verhöramt und die Kantonspolizei eingeleitet worden.

Mehrere tödliche Unfälle
Die Abfahrt vom Kleintitlis über das Gebiet Steinberg nach Trübsee ist bei Freeridern beliebt. Es ist nicht das erste Unglück eines Variantenfahrers im Gebiet Steinberg: Im Dezember 2008 war ein 41-jähriger, erfahrener Skifahrer aus Kärnten in eine 12 Meter tiefe Gletscherspalte gestürzt und gestorben (siehe Artikelverweis). Im März 2008 starb ein italienischer Snowboardfahrer auf dieselbe Weise. Im Februar 2007 verlor ein Schwede sein Leben nach einem Sturz über einen Gletscherabbruch. Mehr Glück hatte ein Skifahrer im April 2007, der einen 20-Meter-Sturz schwerverletzt überlebte.

scd/wy