SKIUNFALL: Tod am Titlis – Appell an Eigenverantwortung

Fünf tödliche Unfälle innert zwei Jahren am Titlis: Für Freeride-Experte Rolf Zemp ist klar, bei wem die Verantwor­tung liegt.

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Das Gebiet Steinberg, wo es schon mehrere tödliche Unfälle gab. (Bild pd)

Das Gebiet Steinberg, wo es schon mehrere tödliche Unfälle gab. (Bild pd)

Am Titlis stirbt ein 40-jähriger Skandinavier beim Sturz in eine 30 Meter tiefe Glet­scher­­spalte. Der Variantenskifahrer war bei der Steinberg-Abfahrt Spuren im Schnee gefolgt.

Weil die Spalte unter einer Schneeschicht lag, konnte er nicht rechtzeitig reagieren. Innerhalb von zwei Jahren starben damit am Titlis bereits fünf Freerider. Sie waren stets neben den markierten Pisten unterwegs. Der Freeride-Experte Rolf Zemp aus Alpnach kennt das Titlis-Gebiet sehr gut. Auch er betreibt dort immer wieder Freeriding. Für ihn ist klar: «Den Bahnbetreiber trifft keine Schuld. Das ganze Skigebiet ist hervorragend signalisiert – in mehreren Sprachen und in Piktogrammen.» Der Betreiber nehme seine Verantwortung wahr. Das Problem liege bei den teils unerfahrenen und zu risikofreudigen Freeridern.

Freerider als Kundensegment
«Die Freerider sind ein Kundensegment, das wir nicht speziell bewerben. Aber der Titlis ist ein hochalpiner Berg, da wird auf und neben den Pisten gefahren. Das ist eine Tatsache», sagt Titlis-Mediensprecher Peter Reinle. «Vor 20 Jahren haben wir noch mit Tiefschneebildern geworben.» Heute werde versucht, nur noch auf den Pisten aufgenommene Bilder zu zeigen.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.