Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

So werden die Osterferien in Ob- und Nidwalden besonders lecker

Bereits zum zehnten Mal können die Oberstufenschüler an der Powerwoche neue Sportarten kennenlernen, ihre DJ-Fähigkeiten entdecken oder draussen kochen. Dabei liegt auch ein mehrgängiges Menü im Wald drin.
Matthias Piazza
Livia Krummenacher, Nadja Kathriner, und Aidan Winterhalder lassen sich von Maurus Inderbitzin (von links) in die Kunst des Pizzabackens einführen. (Bilder: Roger Grütter, Sarnen, 1. Mai 2019)

Livia Krummenacher, Nadja Kathriner, und Aidan Winterhalder lassen sich von Maurus Inderbitzin (von links) in die Kunst des Pizzabackens einführen. (Bilder: Roger Grütter, Sarnen, 1. Mai 2019)

Die Pizza Calzone schmeckt, das sind sich die Teilnehmer dieses Powerwoche-Workshops einig, die an diesem Mittwochmittag gerade ihr selbst zubereitetes Mittagessen geniessen. Sie sitzen um das Feuer herum, über dem sie am Ufer der Grossen Melchaa in Sarnen in den Minuten zuvor ihre gedeckte Pizza gehalten haben, bis sie schön knusprig wurde. Als Vorspeise genossen sie eine Suppe aus Rüebli und Mais, nach der Pizza stand Paella auf dem Speiseplan und zum Dessert gab’s Marshmallows. Nebst der Essenszubereitung gehörten davor auch das Sammeln von Holz und das Feuermachen zum Programm.

Nadja Kathriner (links) und Livia Krummenacher bereiten die Calzone zu.

Nadja Kathriner (links) und Livia Krummenacher bereiten die Calzone zu.

«Mit dem Kochen im Freien lernen die Jugendlichen etwas Neues kennen, können von A bis Z selber Hand anlegen, erfahren, dass man draussen wunderbare Menüs zubereiten kann», umreisst Workshopleiter Maurus Inderbitzin die Ziele. Bei sonnigem, mildem Frühlingswetter wie gestern macht Kochen im Freien natürlich umso mehr Spass. Schönes Wetter sei aber nicht Bedingung. Derselbe Workshop am vergangenen Montag in Obbürgen fand bei Regen und Kälte statt, erzählt Maurus Inderbitzin. Doch auch damit müsse man umgehen können, das sei schliesslich die Natur.

Zum ersten Mal eine Pizza im Freien gemacht

Livia Krummenacher ist von diesem speziellen Kochkurs, ihrem ersten Workshop an einer Powerwoche, begeistert: «Ich habe noch nie eine Suppe im Freien zubereitet und bin erstaunt, wie einfach das war», gibt sie zu Protokoll. «Auch eine Pizza habe ich zum ersten Mal im Freien gemacht», meint die 13-jährige Sachslerin, die die Natur und das Kochen liebt. Nach dieser positiven Erfahrung sei für sie klar, dass sie auch im nächsten Jahr an der Powerwoche teilnehme. Schon früher vom Powerwochen-Virus wurde Nadja Kathriner erfasst. Die 14-jährige Giswiler Schülerin machte in der Powerwoche des vergangenen Jahres Cupcakes. Auch vom diesjährigen Kochkurs habe sie viel profitiert. Das Gelernte versuche sie, bei nächster Gelegenheit anzuwenden. Ähnlich begeistert äussert sich auch Aidan Winterhalder, der zum ersten Mal in der Natur gekocht hat.

Das Resultat lässt sich sehen.

Das Resultat lässt sich sehen.

Jugendliche können aus fast 20 Angeboten auswählen

Rund 160 Ob- und Nidwaldner Jugendliche der siebten bis neunten Klasse nehmen dieses Jahr an der zehnten Ausgabe der Powerwoche teil, die von den Fachstellen Gesellschaftsfragen Obwalden sowie der Gesundheitsförderung und Integration Nidwalden in Zusammenarbeit mit den Jugendarbeitsstellen der Gemeinden organisiert wird.

Jugendliche verbringen ihre zweite Osterferienwoche mit Selbstverteidigung, entdecken ihre DJ-Fähigkeiten, lernen Reiten oder besuchen ein anderes der fast 20 Angebote der Powerwoche. Als Konkurrenz zum Ferienpass im Sommer will Projektleiter Luciano Gagliardi die Powerwoche aber nicht verstehen, zumal sich der Ferienpass eher an Jüngere richte.

Auch im Freien muss abgewaschen werden. Aidan Winterhalder wäscht das Sackmesser in der Grossen Melchaa.

Auch im Freien muss abgewaschen werden. Aidan Winterhalder wäscht das Sackmesser in der Grossen Melchaa.

Am bewährten und beliebten Konzept werde darum im Grossen und Ganzen festgehalten. So werden die meisten Angebote nach wie vor geschlechterspezifisch angeboten, damit die Teilnehmer sich ohne Druck gegenüber dem anderen Geschlecht entfalten können. «Aufgrund von Rückmeldungen sind wir bei gewissen Workshops von diesem Grundsatz aber abgewichen, so auch beim Kochen im Freien», sagt Luciano Gagliardi. Übrigens: Auch wenn die offizielle Anmeldefrist längst abgelaufen sei, habe es vereinzelt immer noch freie Plätze für die Powerwoche.

Internet: www.power-woche.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.