Soforthilfe für Bergbetriebe: Schweizer Berghilfe springt mit vier Millionen Franken ein

Die Schweizer Berghilfe greift Kleinbetrieben unter die Arme. Ob das Unterstützungspaket allerdings ausreicht, ist fraglich.

Drucken
Teilen
Bergbetriebe wie das Brisenhaus ob Niederrickenbach sind von Corona hart getroffen.

Bergbetriebe wie das Brisenhaus ob Niederrickenbach sind von Corona hart getroffen.

Bild: PD

(stp) Der Stiftungsrat der Schweizer Berghilfe hat wegen der Coronapandemie für die Betriebe in Berggebieten einen Unterstützungsbeitrag von vier Millionen Franken gesprochen. Dies geht aus einer entsprechenden Mitteilung hervor. Ziel der Soforthilfe sei es, ins­besondere kleine Betriebe vor einem Konkurs zu bewahren. Zudem sollen «Arbeitsplätze gesichert werden».

Die Verantwortlichen schreiben weiter, dass es unüblich sei, einen derartigen Betrag zu sprechen. So unterstütze die Berg­hilfe grundsätzlich nur zukunftsfähige Investitionsprojekte. An laufende Betriebskosten zahle man prinzipiell nichts, heisst es in der Mitteilung. Doch wegen Corona seien viele Klein- und Kleinstbetriebe im Schweizer Berggebiet in ihrer Existenz bedroht; gerade kleine Tourismus- und Gewerbebetriebe befänden sich in einer sehr schwierigen Situation.

Insgesamt befänden sich in den Schweizer Berggebieten etwa 150 Betriebe, welche auf eine finanzielle Unterstützung hoffen dürften. Jedes Gesuch werde angeschaut. Auf eine zusätzliche Prüfung vor Ort durch ehrenamtliche Experten verzichtet die Berghilfe jedoch. Die höchstmögliche Sofortunter­stützung pro Fall beträgt 50000 Franken. Die Verantwortlichen gehen allerdings davon aus, dass die Soforthilfe nicht gänzlich ausreichen wird.