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«Sound am See in Sarnen»: Das Publikum fliegt mit

Einen bunten Mix aus Rock, Jazz und Funk erlebten die Besucher des Musikfestivals Sound am See am Wochenende. Das gute Wetter am Freitagabend lockte mehrere hundert Besucher an den Platz an der Hafenbar.
Marion Wannemacher
Die Besucher geniessen das «Sound am See» am Sarnersee. (Bild: Marion Wannemacher, Sarnen, 24. Mai 2019)

Die Besucher geniessen das «Sound am See» am Sarnersee. (Bild: Marion Wannemacher, Sarnen, 24. Mai 2019)

«Wir haben von daheim aus die Musik gehört und haben beschlossen, da gehen wir doch hin», erzählt die Sarnerin Heidi Wernli am vergangenen Freitagabend am Festival Sound am See in Sarnen. Sie hat es sich mit ihrem Mann auf den Stühlen der Hafenbar gemütlich gemacht und hört von dort aus der Tin Shelter Crew zu.

The Godlets aus Obwalden verbreiten derweil Tanzstimmung. Ihre Coverlieder stammen aus den verschiedensten Genres und Stilrichtungen, klingen teilweise funkig und modern, dann wieder nach Klezmer und Soul. Ein Hauch von italienischer Schlager-Nostalgie kommt bei «Bella Ciao» auf.

Rocken bis der Schweiss fliesst

Die zweite Band des Abends, die Tin Shelter Crew aus Luzern, rockt, bis der Schweiss in Strömen fliesst. Die Vier bieten kraftvollen, bluesigen Rock. Für sie ist der Auftritt am Sarnersee ein neuer Eindruck. «Wir spielen häufig in Clubs», erzählt Leadsänger Florian Respondek. «Der Ort hier ist mega cool, die Berge, der See ist ein schöner Ort für ein Fest», schwärmt er.

Auch die Veranstalter, Joel Michel und Felix Wannemacher, zeigen sich mit dem Abend sehr zufrieden. Sie gehen von bis zu 500 Besuchern über den Abend verteilt aus. «Die Reaktionen reichen von ‹ihr macht wirklich was für Obwalden› über ‹sehr stimmig, gute Atmosphäre› bis hin zu ‹mega schön, unbedingt weiter machen›», erzählt Michel. Er strahlt: «Heute hat der Sommer angefangen.»

Seit 2016 gibt es das «Sound am See» schon. Seit diesem Jahr steht ein Verein mit einem siebenköpfigen Team dahinter. Das Festival hat sich gemausert. Traten früher Musikschulbands auf, sind es heute neben den regionalen auch Bands aus der ganzen Schweiz. Eintritt will das Team immer noch nicht nehmen. «Dann bräuchte man ein festes Gelände. Das würde organisatorisch einen viel grösseren Aufwand bedeuten mit Security und Ticketverkauf und wäre mit mehr Risiko verbunden», sagt Joel Michel. «So ist es niederschwellig und die Leute können einfach kommen und einen schönen Abend am See verbringen.»

Die Bilanz der Organisatoren für den ersten Festivalabend fällt sehr positiv aus: «Die Organisation ist geglückt. Mit Licht und Sound ist es eine super Atmosphäre. Es hat alle unsere Erwartungen übertroffen», sagt Joel Michel.

Allmählich dämmert es in Sarnen. Über dem Musikwagen mit den Lichterketten leuchtet der Schnee von Widderfeldstock, Nünalphorn und Huetstock. Die Zuhörer rücken mit ihren Stühlen näher an die Bühne heran. Die Wasseroberfläche ist spiegelglatt, Abendstimmung über dem Sarnersee. Die einfühlsamen Jazz-Balladen von Tones Unspoken zaubert Hühnerhaut. «Ich chönnti so guet flüüge, aber s schinnt mer hüt vergönnt, wett so gärn eifach nume flüüge», singt Antonia Gasser. Das Publikum fliegt mit.

Weitere Festivalabende am 21. Juni und 19. Juli von 19 bis 22 Uhr. www.sound-am-see.ch

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