Spatenstich für neues Alterszentrum in Alpnach – in zwei Jahren soll es stehen

Am Montagabend ist der Spatenstich für das Alterszentrum in Alpnach erfolgt. Der Neubau ist ein Meilenstein.

Robert Hess
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Spatenstich und Baubeginn für das neue Alterszentrum Allmend in Alpnach.

Spatenstich und Baubeginn für das neue Alterszentrum Allmend in Alpnach.

Bilder: Robert Hess
(Alpnach, 10. August 2020)

Bedeutender Schritt in der Alters- und Gesundheitsversorgung der Gemeinde Alpnach: «Nach einem jahrelangen steinigen Weg», so Hedy Siegrist, Präsidentin der Stiftung Betagtenheim Alpnach, am Montagabend, «dürfen wir den Spatenstich für ein schönes und gutes Projekt vornehmen».

Realisiert wird mit einer Bauzeit von zwei Jahren das Siegerprojekt von 2016 des Luzerner Architekturbüros Röösli und Mäder. Seit dem 3. Juni 2020 liegt die Baubewilligung der Gemeinde Alpnach vor.

Pflegezimmer und Alterswohnungen

Stiftungsratspräsidentin Hedy Siegrist

Stiftungsratspräsidentin Hedy Siegrist

Der markante Bau auf dem ehemaligen Guber-Areal in der Nähe des Bahnhofs Alpnach Dorf wird 73 Pflege-Einzelzimmer sowie achtzehn 2,5-Zimmer und 3,5-Zimmer-Alterswohnungen aufweisen. Zum Neubau gehören zudem eine Einstellhalle, Gymnastik- und Mehrzweckräume sowie eine Cafeteria und ein öffentlich zugängliches Restaurant. Die Stiftung rechnet mit Investitionen von rund 42 Millionen Franken. «Wir werden das Werk ohne Beitrag der Einwohnergemeinde finanzieren», erklärte Stiftungsratspräsidentin Siegrist vor den Gästen des Spatenstichs.

«Das neue Zentrum wird völlig unabhängig vom heutigen Betagten-Heim geführt werden», so Siegrist weiter. Noch kein Entscheid sei über die Zukunft des bestehenden Gebäudes gefallen, ergänzte die ehemalige Alpnacher Gemeindepräsidentin auf Nachfrage (siehe Box).

Und das bestehende Altersheim?

Noch kein Entscheid ist über die Zukunft des 1993 eröffneten bestehenden Alterszentrums Allmend gefallen. Durch den Verzicht der Korporation auf das Baurecht ist die Stiftung heute nicht nur Eigentümerin des Gebäudes, sondern auch des Grundstücks. Der Stiftungsrat habe die verschiedenen Möglichkeiten, Vor- und Nachteile eines Verkaufs oder der Weiternutzung in irgendeiner Form durch die Stiftung selber diskutiert und geprüft, sei aber noch zu keinem Entscheid gekommen, erklärte Stiftungsratspräsidentin Hedy Siegrist auf Anfrage. «Aus heutiger Sicht beabsichtige der Stiftungsrat, das Gebäude selber umzunutzen und zu betreiben. Der Entscheid wird sicher vor dem Umzug in zwei Jahren gefällt werden», sagte sie. (rh)

Grundbucheintrag als weiterer Meilenstein

Neben dem offiziellen Baubeginn konnte die Stiftung Betagtenheim Alpnach am Montag ein weiteres wichtiges Ereignis feiern. «Das Grundstück, auf dem der Neubau erstellt wird, wurde heute offiziell erworben und formell im Grundbuch eingetragen», schreiben die Verantwortlichen. Auch dieser Akt ist ein Meilenstein in der Alpnacher Altersvorsorge, ist doch die Korporation im Interesse der Allgemeinheit von ihrem langjährigen Grundsatz abgewichen, eigenes Land nur im Baurecht abzugeben.

Nicht nur durch diese Praxisänderung, sondern auch beim Bau des bestehenden Heimes, sei die Korporation gegenüber der Stiftung «stets wohlgesinnt gewesen», sagte deren Präsident Walter Hug. Dies bestätigte die Stiftungsratspräsidentin Siegrist. Nach einem jahrelangen und erfolglosen Weg, einen Platz für die Erweiterung des bestehenden Betriebes zu finden, sei 2013 «eine Türe aufgegangen, als Korporationspräsident Walter Hug den Vorschlag zur Erweiterung auf dem ehemaligen Guber-Areal gemacht hat», so Hedy Siegrist.

Grosser Dank an zurückgetretenen Gemeindepräsidenten

Dies war aber erst der Anfang zu einem weiteren langen und kostspieligen Weg zur Anpassung des Zonen- und Quartierplanes. Walter Hug hat dabei auch dem zurückgetretenen Gemeindepräsidenten Heinz Krummenacher ein Kränzchen gewunden:

«Ohne seinen grossen Einsatz hätten wir die Quartierplan-Änderung nicht durchgebracht.»

Der Spatenstich fand am Montag bewusst in bescheidenem und corona-angepasstem Rahmen mit wenigen Gästen statt. Die beiden kirchlichen Vertreter, die Alpnacher Pastoralassistentin Anna Furger sowie Hans Winkler, Pfarrer der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Obwalden, stellten das Werk und alle, die daran arbeiten mit einer schlichten Einsegnung unter den Machtschutz Gottes.