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Sportliche Geschenke fürs neugewählte Obwaldner Führungsduo

Zum vierten Mal seit 1900 stellt die Gemeinde Alpnach gleichzeitig den Kantonsratspräsidenten und den Landammann. Grund genug für eine herzliche Wahlfeier.
Robert Hess
Öffentliche Wahlfeier für Kantonsratspräsident Reto Wallimann (links), und Landammann Josef Hess, begleitet von Landweibelin Hanna Mäder. (Bild: Robert Hess, Alpnach, 28. Juni 2019)

Öffentliche Wahlfeier für Kantonsratspräsident Reto Wallimann (links), und Landammann Josef Hess, begleitet von Landweibelin Hanna Mäder. (Bild: Robert Hess, Alpnach, 28. Juni 2019)

Irgendeinmal – wohl eher in ferner als in naher Zukunft – wird die Gemeinde Alpnach ihre öffentlichen Feiern für einen neugewählten Kantonsratspräsidenten, Landammann oder Regierungsrat vor einer schöneren Kulisse veranstalten können, als im nüchternen Beton-Glas-Innenhof der Schule. Immerhin heiterte die Sonne das Festgelände etwas auf, Betonmauern linderten die Hitze, und schliesslich sorgten die rund 250 Frauen, Männer und Kinder für eine gute Stimmung. Zu dieser trugen auch die Darbietungen der Musikgesellschaft Alpnach bei. Zu feiern gab es die Berufung zweier Alpnacher Politiker an die Spitze des Kantons. Der Kantonsrat hatte am Freitag Reto Wallimann zum Kantonsratspräsidenten und Josef Hess zum Landammann für das Amtsjahr 2019/20 gewählt.

Als ersten Redner kündigte der Moderator alt Oberförster Peter Lienert den Alpnacher Gemeindepräsidenten Heinz Krummenacher an. Gemessen an ihrer Internetpräsenz seien die beiden Gewählten ganz unterschiedliche Persönlichkeiten, sagte er. Wallimann sei im Netz «kaum wahrnehmbar» und auch sonst in der Öffentlichkeit eher «ruhig und zurückhaltend». Anders Sepp Hess: Mit eigener Website und dementsprechender Präsenz, weit gereist, mit grossem Beziehungsnetz, doch stets verwurzelt mit Obwalden.

Der Alpnacher Gemeindepräsident Heinz Krummenacher (links) übergibt Reto Wallimann die Startnummer für das Inferno-Rennen Mürren 2020. (Bild: Robert Hess, Alpnach, 28. Juni 2019)

Der Alpnacher Gemeindepräsident Heinz Krummenacher (links) übergibt Reto Wallimann die Startnummer für das Inferno-Rennen Mürren 2020. (Bild: Robert Hess, Alpnach, 28. Juni 2019)

Beeindruckt zeigte sich Krummenacher von den Aussagen der beiden nach ihrer Wahl im Kantonsrat: «In der Politik kann man nur nachhaltigen Erfolg haben, wenn man zusammenarbeitet.»

Zum 30. Mal ans Inferno-Rennen

Und was schenkt man bei solchen Gelegenheiten? «Grosses liegt nicht drin, wenn wir unsere finanzielle Lage berücksichtigen», steckte der Alpnacher Gemeindepräsident den Rahmen ab. Krummenacher hatte aber ein gutes Händchen, denn beide Gewählten sind mit dem Sport verbunden. Für den engagierten Sportler Reto Wallimann ist bereits das Startgeld für die Teilnahme am «Inferno-Rennen Mürren 2020» bezahlt und damit auch die Startnummer 300 gelöst, die mit «Kantonsratspräsident OW» beschriftet ist. «Das Rennen 2020 hat für mich eine besondere Bedeutung», sagte Wallimann, «es ist meine 30. Teilnahme ohne Unterbruch.» Ein Sportgeschenk ganz anderer Art überreichte Krummenacher dem neugewählten Landammann. Er darf mit seiner Familie das Bergschwinget auf der Schwägalp am 11. August besuchen. «Genau getroffen», meinte der sichtlich erfreute Hess in seinen Dankesworten.

Reto Wallimann «freut sich auf seine Aufgabe und die Vertretung des Kantons Obwalden bei vielen Gelegenheit, «zum Teil sicher auch zusammen mit dem Landammann.» Sepp Hess sei der Baum mit seinen Wurzeln, dem Stamm, den Ästen und den Blättern ein «begleitendes Symbol für Land und Volk von Obwalden.» Auch eine Gesellschaft könne sich nur entwickeln und wachsen, wenn jedes Mitglied seinen eigenen Beitrag dazu leiste.

Bevor die geladenen Gäste zur abendlichen Feier ins Restaurant Schlüssel zogen, kam es innerhalb einer kleinen Gruppe zur kürzesten aber schönsten Rede des Tages. «Wie hätte sich unser Dädi gefreut, wenn er die Wahl seines Sohnes zum Landammann erlebt hätte!», sagte die 80-jährige Josy Hess-Schleiss, die Mutter des Neugewählten. Josef Hess-Schleiss ist vor elf Jahren gestorben.

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