Sportmittelschule Engelberg ehrt die Maturanden digital

Trotz der aussergewöhnlichen Situation haben alle Schülerinnen und Schüler der Sportmittelschule die Abschlussprüfungen bestanden. An einer digitalen Feier wurden sie für ihren Einsatz geehrt.

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(jb)

Am 14. Februar traten die Schülerinnen und Schüler der Sportmittelschule die Fasnachtsferien an, und verliessen die Sportmittelschule ungewollt für lange Zeit. Die «ausserordentliche Lage» verbannte spätestens mit dem 16. März alle Schülerinnen und Schüler an die Schreibtische zu Hause; die Schüler der Sportmittelschule waren gemäss einer Mitteilung der Sportschule Engelberg bereits nach den Ferien vorsorglich nicht nach Engelberg bestellt worden. Fehlende Athletinnen und Athleten im Präsenzunterricht seien für die Sportmittelschule vor allem während der Saison ein gewohntes Bild. Trainingscamps und Wettkämpfe erfordern gemäss dem Schreiben seit jeher Flexibilität und Kreativität in der schulischen Ausbildung.

«Dass aber gleich Alle den Schulzimmern fernblieben, war dann schon etwas Besonderes.»

Ab sofort wurden die Schüler per digitale Hilfsmittel begleitet. Auf die Abschlussklassen sei dabei ein besonderer Fokus gelegt worden. So habe die Maturaklasse ab dem 11. Mai die Möglichkeit gehabt, sich vor Ort in Engelberg konzentriert und wo nötig mit Unterstützung vorzubereiten. Mit dem Beschluss des Kantonalen Bildungsamtes stand schliesslich fest, dass im Kanton Obwalden die schriftlichen Maturaprüfungen durchgeführt werden, organisiert unter besonderen Rahmenbedingungen. Die Turnhalle des «Kraftwerks» bot dafür die beste Ausgangslage. Und so hiess es an der Sportmittelschule Engelberg vom Montag, 25. Mai, bis am Freitag, 29. Mai: «Eintritt nur für Maturaprüflinge.» Aus der Mitteilung geht nun das Ergebnis hervor: Alle Schüler haben ihr schulisches Ziel erreicht.

Die Abschlusszeugnisse wurden virtuell übergeben

Eskil Läubli, Peter Urs Naef und Thomi Heiniger mit den per Portrait visualisierten Absolventinnen und Absolventen.

Eskil Läubli, Peter Urs Naef und Thomi Heiniger mit den per Portrait visualisierten Absolventinnen und Absolventen.

Bild: PD

Die Maturafeier und Diplomfeier EFZ fand unter «besonderen Umständen», per Video-Call, statt und dennoch im würdigen Umfeld des Barocksaals im Kloster Engelberg. Nacheinander wurden die Absolventinnen und Absolventen aufgerufen, stellvertretend durch Geschäftsführer Eskil Läubli und mittels Foto visualisiert auf einer Pinnwand aufgereiht. Per Video-Call überbrachte die Schulleitung den Erfolgreichen die Gratulationen. Abschlusszeugnisse und Diplome wurden virtuell übergeben.

Die drei Noten-Besten waren Folgende: Andri Moser (5,23), Leoni Zopp (5,08) und Nicola Wigger (5,04). Die Absolventen der kaufmännischen Ausbildung-EFZ waren Fabian Gola und Lorena Wallimann. Die beiden Laudatoren Peter Urs Naef, Verwaltungsratspräsident der Sportmittelschule, und Thomas Heiniger, Leitung Schule, betonten in ihren Reden die Disziplin und Zielstrebigkeit der Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen unter diesen Umständen. Dies seien gemäss der Mitteilung Erfahrungen, die fürs Leben bleiben und Eigenschaften, die auch ausserhalb des Sports eine gute Basis für Karrieren bilden.

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