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STAATSAKT: Obwalden bereitet sich auf die Schweizer Prominenz vor

2017 steht im Zeichen des Gedenkens «600 Jahre Niklaus von Flüe». Ein Höhepunkt ist der Staatsakt in einer Woche in Sarnen. Hohe politische und kirchliche Vertreter sind angemeldet – entsprechend hoch sind die Sicherheitsvorkehrungen.
Bundesraetin Doris Leuthard spricht an einer Medienkonferenz zur Sanierung des Gotthard Strassentunnels. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

Bundesraetin Doris Leuthard spricht an einer Medienkonferenz zur Sanierung des Gotthard Strassentunnels. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

Gibt es einen besseren Ort für einen Staatsakt in Obwalden als der Landenberg in Sarnen? Er ist so etwas wie das Wahrzeichen des Kantons. Bis 1998 tagte hier die Landsgemeinde. Für Niklaus von Flüe (1417–1487) als Mitglied von Rat und Gericht in Obwalden war es zu seiner Zeit vielleicht auch bereits ein Ort von besonderer Bedeutung. «Obwalden ist am 30. April Gastgeber der ‹politischen Schweiz›», heisst es im Programm zum Staatsakt, einem der grössten Anlässe innerhalb des vielfältigen Gedenkjahres «600 Jahre Niklaus von Flüe».

Der Obwaldner Landschreiber Stefan Hossli gewährt einen Blick auf die Schar der geladenen Gäste. 350 Einladungen, in erster Linie an staatliche Institutionen wie Kantonsregierungen, Obwaldner Kantonsräte und Gemeindebehörden, sind herausgegangen. 280 Personen haben sich angemeldet. So werden Bundespräsidentin Doris Leuthard, die ein Grusswort hält, Nationalratspräsident Jürg Stahl, Karin Keller-Sutter, erste Vizepräsidentin des Ständerats, Bundesgerichtspräsident Ulrich Meyer oder der Bischof von St. Gallen, Markus Büchel, als Vertreter der Schweizer Bischofskonferenz nach Sarnen reisen. Der Anlass soll aber nicht der politischen und kirchlichen Prominenz vorbehalten sein. «Auch die Bevölkerung ist zur Teilnahme am Staatsakt eingeladen», sagt Stefan Hossli. «Aufgrund der grossen Resonanz der bisherigen Veranstaltungen im Gedenkjahr erwarten wir Besucher aus der ganzen Schweiz.»

Professor und Schauspieler haben ihren Auftritt

Für die Bevölkerung gibt es Stehplätze in begrenzter Anzahl, die geladenen Gäste werden in einem Zelt untergebracht. Die Kapazität auf dem Landenberg ist auf total rund 1500 Personen ausgerichtet. Die Organisatoren gehen nicht davon aus, überrannt zu werden. Die Kantonspolizei habe aber ein entsprechendes Sicherheitsdispositiv erstellt und werde vor Ort präsent sein, heisst es auf Anfrage. Auch stehe sie in Kontakt mit dem Sicherheitsdienst des Bundes, wie es bei ­Anlässen, an denen Mitglieder des Bundesrats teilnehmen, üblich ist. Im Bereitschaftsmodus sind zudem der Rettungsdienst des Kantonsspitals sowie die Stützpunktfeuerwehr Sarnen.

Den Staatstakt mitgestalten werden der emeritierte Nidwaldner Professor Peter von Matt mit einem Festvortrag und der aus Sarnen stammende Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart mit einer szenischen Darstellung des Briefwechsels zwischen Niklaus von Flüe und der Berner Regierung. Zum Inhalt lässt sich Stefan Hossli nicht in die Karten blicken. Nur so viel: Der Festakt steht unter der Leitfrage «Was können wir heute vom Friedenspolitiker Niklaus von Flüe lernen?». Die Besucher dürfen sich auf «spannende und anregende Gedanken zur Mittlerfigur Bruder Klaus freuen», so der Landschreiber.

Selbst wenn Bruder Klaus weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung gefunden hat, hält sich das Medieninteresse am Staatsakt im überschaubaren Rahmen. Knapp 20 Medienvertreter hätten sich akkreditiert, darunter das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), das in verschiedenen Sendungen über den Anlass berichten wird.

Der Nachmittag ist fürs Rahmenprogramm, verteilt auf mehrere Standorte, reserviert. Die Angebote in Sarnen, Sachseln und Flüeli-Ranft weisen allesamt Bezüge zu Niklaus von Flüe auf. Hossli: «Wir möchten damit allen Gelegenheit bieten, sich selber mit dieser facettenreichen Figur auseinanderzusetzen.»

Marion Wannemacher

marion.wannemacher@obwaldnerzeitung.ch

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