Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

STALDEN: Wuhrsteineabbau ist auf Kurs

Im Gebiet Rischi sind bereits rund 15 000 ­Tonnen Wuhrsteine abgebaut worden. Die Arbeiten verliefen bis heute ohne grössere ­Zwischenfälle.
Robert Hess
Im Abbaugebiet Rischi an der Glaubenbergstrasse sind bereits 15 000 Tonnen Wuhrsteine abgebaut worden. (Bild Robert Hess)

Im Abbaugebiet Rischi an der Glaubenbergstrasse sind bereits 15 000 Tonnen Wuhrsteine abgebaut worden. (Bild Robert Hess)

Das Abbaugebiet liegt rund vier Kilometer westlich von Stalden im Rischiwald oberhalb der Glaubenbergstrasse auf einer mittleren Höhe von 1150 Metern. Die Giswiler Firma Fallegger AG ist Betreiberin der Anlage. Sie hat alle erforderlichen Bewilligungen, um dort in den nächsten zehn Jahren rund 500 000 Kubikmeter Wuhrsteine (Flusssteine) für Bachverbauungen oder andere Hochwasserschutzprojekte abbauen zu können.

Wenn die Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen sind, wird ein Teil der Steine auch bearbeitet, sodass diese für verschiedene Zwecke verwendet werden können. Innerhalb von zwei weiteren Jahren muss die Rekultivierung des Gebietes vollständig abgeschlossen sein. Die gesamte Abbaufläche beträgt 4,14 Hektaren, Eigentümerin des Grundstücks ist die Korporation Schwendi.

Zufahrt ab Glaubenbergstrasse

«Mitte Januar konnten wir den ersten Rischi-Wuhrstein verkaufen», blickte Firmeninhaber Thomas Fallegger kürzlich an einer Info-Veranstaltung der Korporation Schwendi vor über 70 Anwesenden auf die ersten ­Betriebsmonate zurück.

Ab Mitte Oktober 2014 waren rund 17 000 Quadratmeter Wald gerodet worden. Später kam im Rahmen des Abbauperimeters der ersten Etappe eine weitere Waldrodung von rund 9000 Quadratmetern hinzu. Diese war notwendig, um im Einvernehmen mit den begleitenden Geologen der Firma Geotest in Horw mit dem Abbau im oberen östlichen Teil des Gebietes beginnen zu können.

Erstellt sind inzwischen auch die interne Erschliessung mit einer Zufahrtsstrasse ab der Glaubenbergstrasse sowie weitere Einrichtungen für den Betrieb.

Gute Qualität bestätigt

Seit Mitte Januar sind laut Thomas Fallegger rund 15 000 Tonnen Wuhr­steine abgebaut und an verschiedene Abnehmer in Obwalden und in den benachbarten Kantonen verkauft worden. In Obwalden wurden sie beispielsweise für die Verbauung der Kleinen Melchaa und der Laui in Giswil sowie des Melchtaler Acherlibaches verwendet. Der weitere Abbau richtet sich nach der Nachfrage aufgrund der laufenden oder künftigen Projekte, insbesondere im Wasserbau.

Abgebaut werden im Rischi frostsichere, kantige Gubersandsteine (Quarzsandsteine). Bestätigt habe sich bei der Qualitätsprüfung der ersten abgebauten Steine durch die Firma Geotest auch die «erwartete sehr gute Qualität in Bezug auf Druckfestigkeit, Wassergehalt oder Frostbeständigkeit», so Thomas Fallegger weiter.

Keine Unfälle, eine Nachrutschung

«Die Waldrodungen und der ­bisherige Abbau sind erfreulicherweise ohne Unfälle verlaufen», zieht Fallegger Bilanz. Einziger Zwischenfall sei Anfang März eine Nachrutschung einer einzelnen Felspartie gewesen. Im anschliessend erstellten Bericht der Firma Geotest über das Ereignis heisst es unter anderem: «Das Abgleiten erfolgte über einer verwitterten, lehmig-mergeligen Schicht, auf welcher sich Schichtwasser staut. Eine Gefährdung der ­Glaubenbergstrasse bestand aber zu keinem Zeitpunkt, da sich diese ausserhalb des Sturzraumes befindet und die bereits abgerutschten und verkeilten Körper einen Schutz bilden.»

Begleitung durch Fachleute

An der Info-Veranstaltung der Korporation Schwendi wurden einige Bedenken betreffend Sicherheit geäussert. Thomas Fallegger beantwortete die aufgeworfenen Fragen und ergänzte später im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Gewährleistung der Sicherheit und Durchfahrt auf der Glaubenbergstrasse bereits eine der Auflagen im Rahmen des Bewilligungsverfahrens gewesen sei. So musste entlang des Strassenabschnittes von rund 250 Metern gegen das bergseitige Abbaugebiet ein rund zehn Meter breiter Streifen offen bleiben.

Im Einvernehmen mit den Geologen, so Fallegger weiter, wird die Strasse zudem durch festes Wurzelwerk mit nicht ganz abgesägten Baumstämmen gegen Steinschlag gesichert. Im Abbaugebiet halten ausserdem sogenannte Bermen eventuell abrutschendes Material auf. Der Betreiber musste eine Haftpflichtversicherung abschliessen, wie dies bei solchen Projekten üblich ist.

Der Abbau im Rischi wird gemäss Auflage der Bewilligungsbehörden laufend aus ökologischer und geologischer Sicht durch aussenstehende Fachleute begleitet. Mindestens einmal jährlich findet eine Begehung mit Vertretern des Kantons, der Gemeinde Sarnen, der Korporation Schwendi sowie Fachleuten statt. Bei Bedarf können weitere Begehungen durchgeführt werden.

Die erste solche Begehung hat am 22. Mai stattgefunden. Diese habe keine Beanstandungen in Bezug auf den Abbauvorgang oder die Sicherheit auf der Glaubenbergstrasse ergeben, auch seien alle Auflagen der Baubewilligung eingehalten, versichert Thomas Fallegger.

Robert Hess

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.