STANSSTAD/LUNGERN: Der «Nomade» Carlo Bürgi zeigt seine Kunst

Wie seine Kunst ist auch sein Leben in Bewegung. Das spürt man in den Bildern und Skulpturen von Carlo Bürgi. Und im Gespräch mit ihm.

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Der Künstler Carlo Bürgi aus Lungern stellt in der Sust Stansstad aus. (Bild Kurt Liembd/Neue NZ)

Der Künstler Carlo Bürgi aus Lungern stellt in der Sust Stansstad aus. (Bild Kurt Liembd/Neue NZ)

Meist gibt es mehrere Gründe, eine Ausstellung in der Stansstader Sust zu besuchen. Zum einen schon deshalb, weil die Kulturkommission Stansstad bei der Auswahl der Künstler stets eine glückliche Hand beweist, zum andern wegen der speziellen Künstlerpersönlichkeit Carlo Bürgi. Der 49-jährige Künstler ist in Lungern aufgewachsen, lebt und arbeitet zurzeit aber in Spanien. Dort ist er in der örtlichen Kunstszene heute bekannter als in der Innerschweiz. «Ich bin ein nomadischer Mensch», sagt er von sich. Schon als 20-Jähriger zog es ihn hinaus, die Welt zu entdecken. Auf unzähligen Reisen in vertraute und weniger vertraute Länder erlebte er fremde Kulturen, welche ihm immer wieder neue Inspiration für seine Kunst lieferten.

Lungerer Dialekt geblieben
Schon in jungen Jahren baute er sich ein Atelier und verarbeitet das Erlebte bis heute zu Skulpturen und Bildern, verbindet Modernes mit Elementarem und gibt seiner persönlichen Weltsicht Ausdruck. Bis Mai 2009 sind Werke von ihm in der Casa de Cultura in Salt Girona (Spanien) zu sehen. Auch in New Orleans ist Bürgi zusammen mit europäischen und amerikanischen Künstlern in einer Ausstellung vertreten. Und ab Samstag stellt er in der Stansstader Sust aus. Obwohl Bürgi viel im Ausland war und heute in Spanien wohnt, spricht er noch reinen Lungerer Dialekt. Was auch die Liebe zu seiner wahren Heimat beweist. Nicht nur geografisch ist Bürgis Leben in Bewegung, sondern auch gesundheitlich. Im Jahre 1991, er war erst 32 Jahre alt, erkrankte er an Krebs. «Ich war klinisch tot», sagt er offen. Aber auch: «Die Krankheit war nicht nur negativ, sondern hat sich positiv auf meine Psyche und mein Weltbild ausgewirkt.» Medizinisch gilt er als vollständig geheilt. Heute erlebe er die Welt viel positiver als früher, die menschliche Existenz könne er philosophisch besser einordnen.

Kurt Liembd

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Obwaldner Zeitung.