STATISTIK: «Obwalden kann sich zu den sicheren Kantonen zählen»

Im Kanton Obwalden sind die Delikte gegen das StGB im Vergleich zum Vorjahr wieder um neun Prozent gesunken. Damit folgt die Statistik dem nationalen Trend. Die Obwaldner Kantonspolizei hebt vor allem die tiefe Anzahl Vermögensdelikte und die niedrige Jugendkriminalität hervor.

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Die Eltern sind verantwortlich, dass ihre Kinder lernen, mit dem Inhalt des Internets umzugehen. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)

Die Eltern sind verantwortlich, dass ihre Kinder lernen, mit dem Inhalt des Internets umzugehen. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)

Für das Jahr 2015 weist die Statistik der Kantonspolizei Obwalden 1408 Straftaten aus, was einer Abnahme von 9 Prozent zum Vorjahr entspricht. Der Kanton Obwalden folgt damit dem nationalen (-7 Prozent) und dem Zentralschweizerischen (-12 Prozent) Trend. Der Kanton Obwalden darf gemäss einer Mitteilung der Kantonspolizei Obwalden sich mit einem Wert von 38.2 Straftaten pro 1000 Einwohner zu den sicheren Kantonen zählen.

Die Bevölkerung half mit

Die Anzahl der Straftaten gegen das Vermögen ist im Vergleich zum Vorjahr von 969 Straftaten auf 809 Delikte gesunken. Dieser Wert ist der Tiefste seit der Revision der Statistik im Jahr 2009. Gesunken ist auch die Anzahl der Einbrüche: um zehn Prozent auf 90 Fälle. Die positive Bilanz in diesem Bereich sei auch auf die Mithilfe der Bevölkerung zurückzuführen, hält die Polizei fest.

So sei es im vergangenen Jahr dank Hinweisen aus der Bevölkerung gleich mehrmals gelungen, mutmassliche Einbrecher bereits präventiv oder im Nachgang zu ihren Taten anzuhalten. Sehr hoch sei die Aufklärungsquote von fast 29 aller Einbrüche, was vor allem auf die Klärung zweier Einbruchserien zurückzuführen sei.

Mehr online-Delikte

Positiv wertet die Polizei die tiefe Jugendkriminalität im Kanton Obwalden. Diese ist erneut gesunken, und zwar um 28 Prozent. Es wurden 26 jugendliche Beschuldigte erfasst. Vermehrt angezeigt wurden Delikte in der online-Kriminalität.

Bei den Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz ergibt sich ein leichter Anstieg um sechs Prozent. Hier schlägt namentlich ein massiver Anstieg im Bereich des Schmuggels zu Buche. Dieser Anstieg sei mit einer vermehrten Sicherstellung von Hanfsamen erklärbar.

Die Gewaltstraftaten nahmen um fünf Prozent auf 130 Fälle leicht zu, dies vor allem im Bereich der Tätlichkeiten. In sechs Fällen hatte es die Polizei mit schwerer Gewalt zu tun.

pd/cv