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Statt Skifahrer kommen Express-Touristen

Den klassischen Skifahrer sucht man auf dem Schönbüel ob Lungern vergebens. Die Pisten gehören den Schlittlern. Auch Reisegruppen aus Fernost beleben den Hausberg.
Die Schlittler erobern Lungern-Schönbüel: Seit dieser Saison laufen die Skilifte nicht mehr. (Bild: Christoph Riebli / Neue OZ)

Die Schlittler erobern Lungern-Schönbüel: Seit dieser Saison laufen die Skilifte nicht mehr. (Bild: Christoph Riebli / Neue OZ)

«Ski fahren können die Leute bei den anderen. Zu uns sollen sie kommen, um den Berg und die Gegend zu geniessen», erklärt Paul Niederberger, Betreiber der Panoramawelt Lungern-Schönbüel. Seit dieser Wintersaison befördert seine Luftseilbahn zwischen Lungern und Turren sowie der Sessellift auf Schönbüel nur noch Wintersportler ohne Ski oder Snowboards – die Ausnahme sind Freerider, die ihr Hochgefühl abseits der nicht mehr vorhandenen «Pisten» suchen. Das aktuelle Angebot umfasst zwei Winterwanderwege und drei Rodelpisten. So sind es vornehmlich Spaziergänger und Schlittler, die auf dem Lungerer Hausberg in den Genuss der Schneelandschaft kommen. Die noch bestehenden Skilifte sollen im Sommer demontiert werden. So will es Paul Niederberger.

Für ihn scheint die Rechnung aufzugehen, denn ein Teil seiner Schulden habe er bereits abzahlen können: «Früher kostete mich ein Skitag 12'000 bis 14'000 Franken. Heute sind die Fixkosten auf einen Viertel davon gesunken», rechnet Niederberger vor. Die aufwendige Pistenpräparation falle weg sowie rund die Hälfte des Mitarbeiterstabs. Aktuell beschäftigt Niederberger 15 Leute. Die meisten seiner Saisonniers stammen aus Polen oder Ungarn. «Zählten wir an Spitzenskitagen bis zu 2000 Personen auf dem Berg, so sind es heute noch etwa 1200», schätzt er weiter. Darunter befänden sich je nach Tag zwischen drei und zehn Gruppen à 20 bis 30 Personen von Koreanern und Indern.

Christoph Riebli

Was Tourismusexperte Urs Wagenseil zur Neuausrichtung von Lungern-Schönbüel meint, lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag und im E-Paper.

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