Steigende Schülerzahlen in Giswil machen Schulhaus-Ausbau unumgänglich

Der Schulrat Giswil hat seine Schulraumplanung aktualisiert. Die Schulgemeinde rechnet mit steigenden Schülerzahlen. Diese können nicht mehr mit Optimierungen im gegebenen Rahmen aufgefangen werden.

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Die Gemeinde Giswil will nicht «auf Vorrat» bauen und versucht das schulische Raumangebot optimal zu nutzen.

Die Gemeinde Giswil will nicht «auf Vorrat» bauen und versucht das schulische Raumangebot optimal zu nutzen.

Bild: Manuela Jans-Koch (Giswil,
26. Juni 2019)

(mah) Um eine zeitgemässe Schulbildung und gute technische Infrastruktur zu bieten, ist planerische Weitsicht gefragt: Der Schulrat Giswil hat sich deshalb mit der Erarbeitung einer neuen Schulraumplanung befasst. Gerade bei der Schaffung von neuen Schulräumlichkeiten gelte es, für den Zeitbedarf von Projekten sowohl die politischen und demokratischen Prozesse als auch die finanziellen Rahmenbedingungen angemessen zu berücksichtigen, teilt die Gemeindekanzlei Giswil mit. Gerade deshalb sei es so wichtig, die Schulraumplanung mindestens jährlich zu analysieren und die Situation zu beobachten.

Sämtliche Klassen werden dreifach geführt

Da sich in der Gemeinde momentan eine hohe Bautätigkeit und ein Wachstum der Bevölkerung abzeichnet, hat sich der Schulrat an Erfahrungswerten von Gemeinden mit vergleichbaren Situationen in den vergangenen Jahren orientiert. Das zu erwartende Bevölkerungswachstum wird dazu führen, dass in einigen Jahren sämtliche Klassen 3-fach geführt werden müssen.

Weiter kommt es zu einem Wechsel des Schulmodells auf der Oberstufe vom kooperativen Ansatz zur integrativen Orientierungsschule, analog zum bestehenden Schulmodell der Primarstufe. Die Umsetzung von neuen Lernmethoden wirke sich auf den Bedarf an Schulräumlichkeiten aus.

Bestehendes Raumangebot soll optimal genutzt werden

In Berücksichtigung der finanziellen Rahmenbedingungen der Gemeinde Giswil sei es das Ziel des Schulrates, den Bedarf an neu zu schaffendem Schulraum so gering wie möglich zu halten. Um dies zu erreichen, wird die Nutzung des bestehenden Schulraums laufend auf Optimierungspotenzial geprüft, ohne damit die Qualität der Lernumgebung für die Schülerinnen und Schüler zu schmälern.

Die aktuell laufende Sanierung des Schulhauses aus dem Jahr 1860 bringt eine bedeutende Optimierung mit sich. Die Zusammenführung vieler bis jetzt dezentral angeordneter Musikschulräume sowie der gesamten Schulverwaltung und die Verlegung der Schulbibliothek ins älteste Schulhaus von Giswil gibt in anderen Schulgebäuden Räumlichkeiten frei, die besser als Klassen- und Gruppenräume genutzt werden könnten und somit für diese Funktion wieder zur Verfügung stehen. Mit dem kostengünstigen Ausbau von zwei Schulzimmern im Dachstock des bestehenden Schul- und Mehrzweckgebäudes kann eine weitere Nutzungsoptimierung erreicht werden.

Erweiterung Oberstufenschulhaus wahrscheinlich

Treffen die vom Schulrat erstellten Prognosen wie erwartet ein, ist trotz besserer Ausnutzung der bestehenden Infrastruktur ein Ausbau des Oberstufenschulhauses unumgänglich. Der Schulrat hat darum die notwendigen Massnahmen getroffen und erste interne Planungsschritte veranlasst. Einen Ausbau «auf Vorrat» soll es dabei nicht geben, so die Gemeinde Giswil. Deshalb seien diese, mindestens jährlichen, Überarbeitungen der Schulraumplanung notwendig, um die Situation regelmässig analysieren und neu beurteilen zu können.