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Steuerrabatt in Sarnen vorläufig kein Thema

Mit 7,9 Millionen Franken Überschuss und einem Vermögen von 1713 Franken pro Kopf schliesst die Rechnung 2018 positiv ab. Das Wort «Steuersenkung» fiel an der Gemeindeversammlung dennoch nicht.
Romano Cuonz
Der Gemeinde Sarnen geht es derzeit finanziell ausgezeichnet. (Bild: Pius Amrein)

Der Gemeinde Sarnen geht es derzeit finanziell ausgezeichnet. (Bild: Pius Amrein)

Selbst die eben zur ersten Ehrenbürgerin ernannte alt Bundesrätin Doris Leuthard äusserte sich erstaunt über die mehr als guten Zahlen in der Rechnung ihrer gleich doppelten zweiten Heimat. Dem Finanzchef Beat Odermatt war denn der Stolz auch anzusehen, als er – noch vor der Ehrung – das positive Ergebnis vor so hohem Besuch und zahlreichen weiteren illustren Gästen detailliert präsentieren durfte.

Einige Eckzahlen der Sarner Rechnung 2018, die Odermatt hervorhob: Vom unerwartet hohen Überschuss, den doch rund 7,9 Millionen Franken, wurden für die Wertberichtigung des Hirschenareals eine Million, für die Vorfinanzierung der Erhaltung Gemeindehaus fünf Millionen und für die Schutzbauten eine weitere Million zurückgestellt. Danach aber bleibt Sarnen noch immer ein Ertragsüberschuss von 874000 Franken in der Kasse.

7,1 Millionen Franken investiert

Was das für jeden Sarner heisst: Das Vermögen pro Kopf ist von 1100 auf rekordverdächtige 1713 Franken angestiegen. Und dennoch warnte Odermatt vor Euphorie: «Der gute Abschluss ist das Resultat aus unerwarteten höheren Erträgen und tieferen Aufwendungen als budgetiert.» Belastender Sonderfaktor seien vor allem die rund 3,5 Millionen Franken für den kantonalen Finanzausgleich. Immerhin 1,3 Millionen mehr als budgetiert. Odermatt dazu: «Müsste Sarnen schon dieses Jahr 100 Prozent als Gemeindebeitrag leisten, wären dies 5,9 Millionen, womit sich der Ertragsüberschuss stark reduzieren würde.» Investiert hat die Gemeinde Sarnen 2018 im ganzen 7,1 Millionen Franken.

Anders als bei der Orientierung der Parteien – an der FDP-Kantonsrat Branko Balaban noch die Diskussion über eine Steuersenkung angeregt hatte – war an der Gemeindeversammlung davon überhaupt nicht mehr die Rede. Zur Rechnung ergriff niemand das Wort, dies wohl auch angesichts der bevorstehenden feierlichen Ehrung von Doris Leuthard. Beat Odermatt bemerkte in seiner Ausführung lediglich: «Im Moment hat die Gemeinde Sarnen kein Recht, einen Steuerrabatt zu gewähren. Das ist gemäss Gesetz dem Kanton vorbehalten.» Man warte denn auf die bevorstehende Revision des Steuergesetzes, bei der die Einführung einer solchen Möglichkeit sicher zur Diskussion stehen werde. Auf die Frage unserer Zeitung, ob denn eine Steuersenkung für Sarnen gar kein Thema sei, sagte Odermatt: «Wenn der Kanton im Juli die Hochrechnung der Steuereinnahmen 2019 bekanntgibt, können wir darüber debattieren, ob eine Steuersenkung drin liegt». Doch im gleichen Atemzug schränkte der besorgte Finanzchef ein: «Gesenkt sind Steuern schnell, aber diese dann später, wenn das nötige Geld für Investitionen fehlt, wieder zu erhöhen, ist schwieriger.»

Neben Doris Leuthard als erster Ehrenbürgerin erteilte Sarnen an diesem Abend noch zehn weiteren Personen aus dem Kosovo, Sri Lanka und der Türkei das Gemeindebürgerrecht.

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