Stille Vernissage für zwei Ausstellungen

Mit einer Nicht-Vernissage eröffnete das Museum Obwalden zwei Ausstellungen, welche immer noch darauf warten, besucht zu werden.

Marielle Heeb
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Die Ausstellungsmacher Martin Berweger und Peter Halter freuen sich mit ihren Helfern über die aufgebaute Ausstellung.

Die Ausstellungsmacher Martin Berweger und Peter Halter freuen sich mit ihren Helfern über die aufgebaute Ausstellung.

Bild: PD

(pd/mah) Im Historischen Museum Obwalden stehen zwei neue Ausstellungen bereit. Vorläufig können sie aber noch nicht eröffnet werden. Da blieb den Museumsverantwortlichen nichts anderes übrig, als eine Nicht-Vernissage zu veranstalten. Wie das Historische Museum Obwalden mitteilte, verlief der Anlass in stiller Feierlichkeit. Das Publikum, das nicht eingeladen war, sei zahlreich zu Hause geblieben. Die Begrüssung durch Abt Christian von Engelberg blieb ebenso ungehalten und genau so ungehört wie die Rede von Regierungsrat Christian Schäli. Statt einer Einführung in die Ausstellung «Fundort Brünig» hätten sich die Ausstellungsmacher Martin Berweger und Peter Halter mit ihren Helfern an der aufgebauten Ausstellung erfreut.

Der Brünig in den letzten Jahrtausenden

Nichtsdestotrotz: Die neue archäologische Ausstellung «Fundort Brünig» steht. Von 2011 bis 2017 haben Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Prospektion Schweiz und der Vindonissa-Professur in Basel in unzähligen Stunden Freiwilligenarbeit das Gebiet um den Brünig archäologisch erforscht und dabei interessante Funde entdeckt. Die Funde belegen die Benützung des Brünigpasses über Jahrtausende. Peter Halter inszeniert die Funde auf originelle Art vor poppigem Hintergrund und schafft dabei ein Eldorado für Entdeckungsfreudige. So werden die Fundgegenstände in den zeitlichen Kontext historischer Ereignisse im Kanton gesetzt und mit allerlei Gegenständen spielerisch kombiniert. Welche Geschichten verbergen sich hinter den gefundenen Objekten? Und hat wohl jemand den Silberschatz, der im Seewli gefunden wurde, vermisst? Dieser Schatz, um die 120 Münzen, wird zum ersten Mal öffentlich präsentiert. Eine Ausstellung über Verlorenes, Weggeworfenes und Wiedergefundenes.

Sieben Nonnen führen durch die zweite Ausstellung

Sieben Nonnen weisen den Weg in den 2. Stock, wo sich die Ausstellung zum Jubiläum 900 Jahre Engelberg befindet. Mehr als die Hälfte dieser Zeit war Engelberg ein Doppelkloster für Männer und Frauen. Kuratorin Silvia Hess richtet mit dieser zweiten Ausstellung den Fokus auf die sieben Nonnen, welche 1615 aus Engelberg auszogen und das Kloster St. Andreas in Sarnen gründeten. Die Ausstellung zeigt uns das Leben der Klosterfrauen, unter ihnen Scholastika von Wyl, die als Äbtissin die Gemeinschaft in Sarnen in den ersten Jahrzehnten stark prägte.

Noch sei unklar, wann diese beiden neuen Ausstellungen des Museums Obwalden für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können, so das Museum Obwalden in einer Medienmitteilung. Aktuelle Hinweise zu Öffnungszeiten und zur Durchführungen von Veranstaltungen sind auf der Website des Museums: www.museum-obwalden.ch zu finden.