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Stimmungsvollen Geburtstag gefeiert

Vor vollen Rängen feierten die Alpnacher Jodler ihren 70. Geburtstag. Die Uraufführung von «Als Dank nur Jodlerteen» verlieh den Konzerten die besondere Note.
Otmar Näpflin
Die Alpnacher Jodler bei ihrem Jubiläumskonzert (Bild links). Sepp Gisler (links) wurde für 40 und Ernst Zumbühl gar für 45 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt. (Bild: Otmar Näpflin)

Die Alpnacher Jodler bei ihrem Jubiläumskonzert (Bild links). Sepp Gisler (links) wurde für 40 und Ernst Zumbühl gar für 45 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt. (Bild: Otmar Näpflin)

Man soll die Feste feiern wie sie fallen und wer 70 Lenze feiern kann, lässt folglich auch die Korken knallen. Nicht so die Alpnacher Jodler. Statt Sekt boten sie am Wochenende dem zahlreich erschienenen Publikum Muttertagskonzerte in bewährtem Rahmen. Dazu passte auch das prächtige Bühnenbild. Bevor die ausgelassene Festfreude genossen werden konnte, kehrte andächtige Stille in der Kägiswiler Mehrzweckhalle ein.

Nach dem «Waldlüftler», vom Jodlerklub Alpnach im Gesamtchor vorgetragen, liess der rüstige Jubilar den prächtigen «Meyetag» in Adolf Stähli’s Loblied auf den Wonnemonat Mai ganz gekonnt nochmals aufleben. Und mit Franz Wallimanns «Sunnsyte-Juiz» besang er die attraktive Wohnlage von Alpnach auf musikalische Art. Auch den Wanderfreunden trug die Jodlerschar Rechnung und lud mit «Bärgblueme» zur Betrachtung der Alpenflora in der Bergwelt des Pilatus. «Alpzyt» lässt das Herz jeden Älplers höher schlagen, denn die Alpfahrt in die Einöde des Drachenbergs steht darin unmittelbar bevor. Mit diesen Kompositionen und den gewünschten Zugaben hinterliess der Gastgeber einen sehr guten Gesamteindruck.

Sepp Gisler (links) wurde für 40 und Ernst Zumbühl gar für 45 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt. (Bild: Otmar Näpflin)

Sepp Gisler (links) wurde für
40 und Ernst Zumbühl gar für 45 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt. (Bild: Otmar Näpflin)

Neues Lied durch die Liebe zu Obwalden inspiriert

Dirigentin Silvia Windlin als Programmführerin erzählte sehr kurzweilig aus der Geschichte des viertältesten Obwaldner Klubs, der am 17. Januar 1948 gegründet wurde. Seither dürfen die Alpnacher Jodler Werke ihrer Gründer Franz Wallimann, Schürmatt und Sepp Arnold, Rengg ihr Eigen nennen. Inzwischen sind Hans-Ruedi Niederberger und seit neuestem auch German Zurmühle an ihre Stelle getreten und warten mit weiteren Kompositionen auf.

Letzterer schuf ganz neu «Als Dank nur Jodlerteen», wobei die Idee für dieses Lied bei dem 62-jährigen Ur-Kägiswiler auf Fluonalp unweit vom Giswiler­stock reifte. Die Ruhe, das Betrachten der Alpenwelt, aber auch die Liebe zum Wohnort und dem Obwaldnerland fliessen in Text, Rhythmik und Melodie zur Einheit zusammen. «Die Endfassung nahm zwei Jahre in Anspruch», sagt der Komponist, der seit 25 Jahren bei den Alpnachern im 2. Tenor mitsingt. Die Premiere, vorgetragen durch die 21 Sänger, fiel dank intensiver Vorbereitung ganz beachtlich aus. Bemerkenswert auch, dass Agi Allamand und Marisette Roth erstmals als Vorjodlerinnen konzertierten. Für 45 und 40 Jodlerjahre durften Ernst Zumbühl und Sepp Gisler Ehrung erfahren.

Die ortsansässige Jodlergruppe «Bärgröseli», die sich 1974 selbstständig machte, überbrachte am Freitag Gratulationsgrüsse vom Feinsten. Mit dem «Gruebeälpler» und «Summerziit» oder «Drubertine», «s’Plange«und «Lena’s Aigeglanz» sangen sie sich in die Gunst des Publikums. Vielverspechend fiel auch die Vorstellung des Jodlerduetts Fabienne Wallimann/Sabine von Wyl aus. Gefühlsbetont erklangen «Yse Chriesibaim» und «Abestärn».

Ländlertrio spielte zum Tanz auf

Fragen warf «Süfsunntig» auf. Wer dies als Trinkorgie und mit Walliser Herkunft deutet, liegt falsch. Die traditionelle Naturjodelmelodie aus dem Bernbiet heisst «Suufsunntig» und ist nach einem Alpfest im Saanenland benannt. Dort war das Ländlertrio Echo vom Fuchsloch, das zum Tanz aufspielte, aber noch nie.

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