STRAFTATEN: Obwalden: Mehr Straftaten, aber auf tiefem Niveau

Im Kanton Obwalden sind im vergangenen Jahr 17 Prozent mehr Straftaten verübt worden als 2011. Die Behörden zählten vor allem mehr Vermögens- und minderschwere Gewaltdelikte. Die Polizei will öfter kontrollieren und mehr Präventionsmassnahmen ergreifen.

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Auch im Kanton Obwalden gab es 2012 mehr Straftaten. (Symbolbild / Neue OZ)

Auch im Kanton Obwalden gab es 2012 mehr Straftaten. (Symbolbild / Neue OZ)

Die Zahl der Vermögensdelikte nahm 2012 um 35 Prozent zu. Fast die Hälfte davon waren Einbruch-, Laden- und Taschendiebstähle. Mit vermehrter Vorsicht könne sich jede einzelne Person zusätzlich besser schützen, schreibt die Obwaldner Kantonspolizei in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Trotz Anstieg der Kriminalität liegt Obwalden mit 48,8 Straftaten pro 1000 Einwohner deutlich unter dem Schweizerischen Durchschnitt von 78,9 Straftaten und leicht unter jenem der Zentralschweizer Kantone mit 53 Delikten, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Die Aufklärungsquote lag bei 47 Prozent. Gesamtschweizerisch beträgt die Quote 27 Prozent.

Bei den minderschweren Gewaltdelikten verzeichnet Obwalden vor allem bei einfachen Körperverletzungen, Tätlichkeiten und Drohungen eine Zunahme. Über 90 Prozent dieser Delikte würden aufgeklärt, schreibt die Polizei weiter.

Im vergangenen Jahr ebenfalls häufiger vorgekommen als noch 2011 sind Fälle von häuslicher Gewalt (Anstieg von 30 auf 43 Fälle). Der gestiegene Meldungseingang könne im Zusammenhang mit einer breiten Informationskampagne im vergangenen Jahr stehen, schreibt die Polizei.

Ein Anstieg der Fälle sei auch bei Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz feststellbar. Verantwortlich dafür seien primär Schwarzarbeit und unklare Meldeverhältnisse. (sda)