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Strassen werden zu Sorgenkindern

Innert zwei Jahren musste die Korporation Kerns über 100000 Franken Verlust mit ihren Strassen hinnehmen. Es fehle am Verständnis und an der Fairness der Benutzer, klagt Präsident Markus Ettlin.
Markus von Rotz
Auch die Fruttstrasse, hier bei der Stöckalp, gehört der Korporation. (Bild: Corinne Glanzmann (9. Mai 2018))

Auch die Fruttstrasse, hier bei der Stöckalp, gehört der Korporation. (Bild: Corinne Glanzmann (9. Mai 2018))

2015 nahm die Korporation Kerns noch 234000 Franken an Mineralölsteuern vom Bund ein. 2016 waren es 162000, im vergangenen Jahr noch 140000 Franken. Das führte in all den drei Jahren zu einem Defizit, vor allem in der Saison 2016/17, in der die Schneeräumung deutlich mehr Kosten verursachte (75000 Franken) als in den zwei Vorjahren. Vor allem aber sind auch die Beiträge von Dritten an die Strassenrechnung zurückgegangen. Während der Bauzeit der Lodge-Hotels auf der Frutt trugen die Baufirmen noch einen wesentlichen Obolus bei. Doch dieser Geldfluss versiegte im vergangenen Geschäftsjahr, ein Jahr zuvor waren noch 42000 Franken geflossen.

Ein Projekt über längere Zeit nötig

«Der Aufwand für die Strassen ist nicht kostendeckend. Da müssen wir auf jeden Fall ein Auge darauf haben, um das ändern zu können», sagte der neue Korporationspräsident Markus Ettlin an der ersten von ihm geleiteten Sitzung vor einer Woche. Es fehlten vereinbarte Perimeter. «Und oft fehlt es auch am Verständnis und der Fairness der Strassennutzer», sagte Ettlin. «Da wollen wir einen Schritt weiter kommen. Wir werden für alle Strassen Perimeter mit den Benützern vereinbaren. Das ist ein Projekt über eine längere Zeit. Ich hoffe auf das Verständnis und appelliere an die Fairness der Betroffenen.»

Ettlin bilanzierte nach der kurzen Zeit seit seiner Wahl: «Ich fühle mich sehr wohl im neuen Amt und in diesem Team» und lobte die Zusammenarbeit mit der Einwohnergemeinde.

Er lobte auch die Verantwortlichen der Sportbahnen, denen es gelungen sei, alle Aufwandposten unter dem Niveau des Vorjahres zu halten (siehe Kasten). Trotz ansprechender Einnahmen aus Übernachtungen und Gastronomie, die von 979000 Franken im Jahr 2014 auf 1,1 Millionen im vergangenen Geschäftsjahr anstiegen, kommt das Sportcamp nach wie vor nicht in die schwarzen Zahlen. Immerhin aber habe man seit 2012 jedes Jahr einen positiven Cashflow ausgewiesen. «Das heisst, wir konnten den laufenden Aufwand durch unsere Erträge finanzieren.» 162000 Franken musste das Sportcamp im letzten Geschäftsjahr für Abschreibungen aufwenden. Aktuell arbeitet das Sportcamp mit 4,8 Millionen Franken Darlehen von anderen Betrieben der Korporation.

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