Strategie «Frühe Kindheit»: Kanton Obwalden will Kleinkinder fördern

Angebote vernetzen und familienfreundliche Lebensräume schaffen: Der Obwaldner Regierungsrat will die Entwicklung von kleinen Kindern unterstützen – in Zusammenarbeit mit den Gemeinden.

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(jus) Der Obwaldner Regierungsrat hat die Strategie «Frühe Kindheit» zu Kenntnis genommen. Sie definiert fünf Handlungsfelder, um die gesunde und ganzheitliche Entwicklung von kleinen Kindern zu unterstützen. Die frühe Kindheit, definiert als Lebensphase zwischen Mutterleib und Kindergarten, habe einen «entscheidenden Einfluss auf die Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes», heisst es dazu in einer Mitteilung des Kantons Obwalden vom Mittwochmorgen. Zu den Handlungsfeldern der Strategie, die von der Fachstelle Gesellschaftsfragen erarbeitet wurde, zählen beispielsweise «die Schaffung familien- und kinderfreundlicher Lebensräume» sowie die «Früherkennung belasteter Familien».

In der frühen Kindheit finden Lern- und Entwicklungsprozesse mit hoher Dynamik statt.

In der frühen Kindheit finden Lern- und Entwicklungsprozesse mit hoher Dynamik statt.

Symbolbild: Pius Amrhein
(18. März 2020)

Die Umsetzung der Strategie «Frühe Kindheit» ist für die Fachstelle Gesellschaftsfragen in den kommenden Jahren ein Schwerpunktthema. Sie wird die Leitung und Koordination mit Gemeinden und verschiedenen Anbietern übernehmen.

Angebote für Kleinkinder sollen besser verknüpft werden

Das Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons Obwalden hatte im Rahmen der integrierten Aufgaben- und Finanzplanung 2019 bis 2022 eine Bestandesaufnahme der Betreuungs- und Unterstützungsangebote für die «Frühe Kindheit» erarbeitet. Dabei zeigte sich, dass bereits viele gute Angebote vorhanden sind, die besser vernetzt und soweit sinnvoll ergänzt werden sollten. In der Mitteilung wird Regierungsrat Christoph Amstad dazu wie folgt zitiert: «Wenn es mit der Strategie ‹Frühe Kindheit› gelingt, die vielen Angebote wie Geburtsvorbereitung, Spielgruppen, Mütter- und Väterberatung oder Sprachförderung gut zu vernetzen, sinnvoll aufeinander abzustimmen und wo nötig zu ergänzen, profitieren wir alle: die kleinen Kinder, deren Familien und die Obwaldner Gesellschaft.»