Stromversorgung
Gestärkte Versorgungssicherheit in Engelberg

Rund 1600 Meter Kabel wurden entlang der Engelberger Aa verlegt, um Engelbergs Stromversorgung zu verbessern.

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Auch während der Umbauphase floss gemäss EWO stets genug Strom nach Engelberg.

Auch während der Umbauphase floss gemäss EWO stets genug Strom nach Engelberg.

Bild: EWO/PD

(sez) Anfang April 2021 konnte das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) die 50-Kilovolt-Kabelanlage zwischen dem Kraftwerk Arni und dem Unterwerk Engelberg fertigstellen, die fortan die Stromversorgung von Engelberg sicherstellt. Die Sanierung dieser Anlage erfolgte in den letzten sieben Jahren in verschiedenen Etappen: Im Jahr 2014 wurde mit dem Elektrizitätswerk Nidwalden das erste Teilstück der Rohranlage realisiert. Mit dem Bau der Titlis-Talstation konnte in Kooperation mit den Titlis-Bergbahnen 2015 das zweite Teilstück der Kabelanlage gebaut werden. 2018 erfolgte dann in Zusammenarbeit mit dem Hochwasserschutz der dritte Teil. Der letzte Abschnitt der Rohranlage wurde 2019 durch das EWO fertiggestellt. Dies schreibt das EWO in einer Medienmitteilung vom Mittwoch. «Dank der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und einer vorausschauenden Planung konnte das EWO beim Bau der Rohranlage Synergien nutzen und dadurch Kosten sowie Ressourcen sparen», sagt Stefan Bucher, Projektleiter Netzplanung.

«Trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt konnte das temperierte Kabel problemlos mit der Kabelzugwinde eingezogen werden», erläutert Projektleiter Netzplanung Stefan Bucher.

«Trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt konnte das temperierte Kabel problemlos mit der Kabelzugwinde eingezogen werden», erläutert Projektleiter Netzplanung Stefan Bucher.

Bild: EWO/PD

1600 Meter langer Kabelzug

Während der vergangenen zwei Wochen haben insgesamt acht Netzelektriker die Arbeiten zu Ende geführt. In Zusammenarbeit mit der Nexans Schweiz AG, einer Kabelspezialistin, wurde das 1600 Meter lange und rund 1,6 Tonnen schwere Kabel zwischen dem Kraftwerk Arni und dem Unterwerk Engelberg entlang der Engelberger Aa in die vorbereitete Rohranlage gezogen. Damit schlussendlich der Strom fliesst, wurde das neue Kabel mit dem bestehenden Kabel des Kraftwerks Obermatt und der 50-Kilovolt-Schaltanlage im Unterwerk Engelberg verbunden.

Mit dem Anschluss dieses massiven Stromkabels konnte das mehrjährige Projekt abgeschlossen werden. Während der Umbauphase war die Stromversorgung für Engelberg stets gewährleistet, wie es in der Mitteilung des EWO heisst. Durch die neue Kabelanlage könne nun die Versorgungssicherheit von Engelberg erhöht und technisch optimiert werden. «Die sichere Energieversorgung der Kundinnen und Kunden steht stets an erster Stelle», ergänzt Thomas Baumgartner, der Vorsitzende der EWO-Geschäftsleitung.

Kulante Eigentümerinnen und Eigentümer

Die Kabelanlage durchquert verschiedene Grundstücke, weshalb das EWO auf die Kulanz der Eigentümerinnen und Eigentümer angewiesen war. «Ein grosses Dankeschön geht an die Grundstückeigentümer, die durch ihre Einwilligung einen grossen Beitrag zum Gelingen des Projekts geleistet haben», bedankt sich Projektleiter Bucher zum Schluss.