SVP-Parteigrössen feiern Geburtstag der Obwaldner Sektion

Mit einem ureigenen Fest hat die SVP Obwalden ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert – zusammen mit Christoph Blocher und Albert Rösti.

Kurt Liembd
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Gründungspräsident Albert Sigrist (v.l.), Nationalrätin Monika Rüegger, alt Bundesrat Christoph Blocher und SVP-Schweiz-Präsident Albert Rösti an der Jubiläumsfeier. (Bild: Kurt Liembd Alpnach, 22. November 2019)

Gründungspräsident Albert Sigrist (v.l.), Nationalrätin Monika Rüegger, alt Bundesrat Christoph Blocher und SVP-Schweiz-Präsident Albert Rösti an der Jubiläumsfeier. (Bild: Kurt Liembd Alpnach, 22. November 2019)

Für die SVP Obwalden war es am 20. Oktober ein Geburtstagsgeschenk, dass just im Jahr ihres 20-Jahr-Jubiläums ihre eigene Präsidentin Monika Rüegger in den Nationalrat gewählt wurde. Die Freude darüber hält bis heute an und prägte das Geburtstagsfest der Partei, das am Freitag in Alpnach über die Bühne ging. Der Schlüsselsaal erwies sich als fast zu klein, erschienen doch gegen 200 Leute. Der Koch zeigte sich flexibel und schien den Grossaufmarsch geahnt zu haben. Jedenfalls gab es am Schluss für alle genügend «Ghackets mit Hörnli».

Parteipräsidentin Monika Rüegger begrüsste fast jeden Besucher persönlich im Saal und führte während rund vier Stunden durch den kurzweiligen wie unterhaltsamen Abend. «Es freut mich ‹uhuerisch›, dass Ihr alle gekommen seid, um mit uns zu feiern.» Im Publikum sassen auch zahlreiche politische Würdenträger, darunter alt Bundesrat Christoph Blocher mit seiner Frau Silvia, SVP-Schweiz-Präsident Albert Rösti sowie zahlreiche amtierende und ehemalige National- und Regierungsräte und SVP-Präsidenten anderer Kantone. «Bundespräsident Ueli Maurer wäre auch gerne gekommen», sagte Monika Rüegger. Aber bekanntlich weilt Maurer zur Zeit in Moskau und Kasachstan. Ein Detail am Rande: Sowohl Ueli Maurer wie Christoph Blocher sind seit 20 Jahren ordentliche Mitglieder der SVP Obwalden.

«Nicht nur Partei, sondern eine Bewegung»

Albert Sigrist, der die SVP Obwalden während 16 Jahren präsidierte, gab einen humorvollen Abriss über 20 Jahre Parteigeschichte. Grossen Dank richtete er an «Gründungsvater» Ruedi Dillier, aber auch an die 400 Leute, die am 6. Dezember 1999 zur Gründung erschienen. Die SVP Obwalden habe in den 20 Jahren sehr grosse Erfolge feiern können, aber auch Niederlagen einstecken müssen. Wie es die jüngste Partei heute zur zweitstärksten Kraft in Obwalden gebracht hat, erklärte Sigrist so: «Wir sind nicht nur eine Partei, sondern eine Volksbewegung». Regierungsrat Daniel Wyler überbrachte seine Gratulation auf gehaltvolle Art. «Wir sind keine Wischi-Waschi-Partei, sondern vertreten Positionen. Wo SVP drauf steht, ist auch SVP drin». Die SVP schaffe eine Schweiz, in der es allen gut gehe, so Daniel Wyler mit einem Seitenhieb an die EU, welche die Schweiz nur melken wolle und Privilegien für Asylbewerber schaffe.

Albert Rösti, Präsident der SVP Schweiz, sagte, dass er nirgends lieber hinreise als nach Obwalden, was Spontanapplaus auslöste. In ernsthafter Manier fasste er die Ziele der SVP auf drei Punkte zusammen: Unabhängigkeit von der EU, Zuwanderung begrenzen und Kampf gegen weitere Gebühren und Abgaben. Aber auch Unterhaltung durfte nicht fehlen. Der Luzerner SVP-Kantonsrat und Sprachen-Imitator Toni Graber aus Schötz zog eine Show vom feinsten ab mit «Meldungen aus der Weltpresse» über die SVP Obwalden.

Auch CVPler feierte mit

Höhepunkt der Jubiläumsfeier war die Rede von Christoph Blocher. Nebst seinen bekannten Positionen über die Lage der Schweiz geizte er nicht mit Humor, wie etwa: «In Bern gibt es viele Studierte, aber wenig Gescheite». Mit Lob überschüttete Blocher den anwesenden alt Regierungsrat Hans Wallimann (CVP) für seine Obwaldner Steuerpolitik. Nur einen kapitalen Fehler habe Wallimann in seinem Leben gemacht, so Blocher – nämlich, dass er nicht Mitglied der SVP sei. Wieder in ernsthafter Manier sprach er über Themen wie Klimapolitik, Vaterschaftsurlaub, Bruder Klaus, EU, Steuerpolitik bis zum «Weissen Buch von Sarnen» und vielem mehr. Dabei rannte er offene Türen ein, was sich im Schlusswort von Monika Rüegger spiegelte: «Es war ein wunderbarer Abend».