Obwalden
Engelberger Talgemeinde genehmigt einen Steuerrabatt

Die Gemeindeversammlung sagt Ja zum Budget für das kommende Jahr und unterstützt einen Wettbewerbskredit für das Schwimmbad Sonnenberg.

Martin Uebelhart
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Statthalter und Finanzchef Seppi Hainbuchner konnte der Talgemeinde am Dienstagabend ein Budget mit einem Ertragsüberschuss von gut 815'000 Franken präsentieren. Der Voranschlag rechnet dabei mit einem Aufwand von rund 28,8 Millionen Franken.

Die Versammlung sagte auch Ja zu einem Steuerrabatt von 0,2 Einheiten auf den Gemeindesteuerfuss. Dies entspricht Mindereinnahmen von knapp 800'000 Franken, die bereits ins Budget eingerechnet sind. Möglich machten den Steuerrabatt ein erwartetes besseres Ergebnis in der Rechnung 2021 und das gute aktuelle Budget. Zudem gebe es jetzt vor den grossen anstehenden Projekten noch einmal die Gelegenheit für einen Rabatt. «Sie können dem Steuerrabatt mit gutem Gewissen zustimmen», hielt Hainbuchner fest. Es würden dadurch keine geplanten Investitionen verzögert.

Sporting Park rechnet mit Gewinn

Das Budget des Sporting Parks sieht einen Ertragsüberschuss von rund 13'500 Franken vor. Das Budget sei ohne Einflüsse der Pandemie berechnet worden, sagte Seppi Hainbuchner. Ob es auch so erreicht werden könne, falls wieder Einschränkungen etwa in der Gastronomie eingeführt würden, müsse sich zeigen.

Die Investitionsrechnung sieht Nettoinvestitionen in der Höhe von insgesamt rund 6,4 Millionen Franken vor. Dieser Betrag ergibt sich aus diversen Projekten im Bereich Infrastruktur und Strassen. Weiter sind darin auch der Gemeindeanteil an der neuen Dreifachturnhalle sowie die Kosten für das Hochwasserschutzprojekt Engelberg vorgesehen.

Der Finanzplan sieht in den kommenden Jahren einerseits kontinuierlich steigenden Steuereinnahmen vor. Andererseits werden auch die Investitionen aufgrund der Grossprojekte ansteigen. Das werde sich in den Rechnungsergebnissen niederschlagen, zeigte Seppi Hainbuchner auf.

Bauprojekte und Schulbeiträge

Die Gemeinde will einen Wettbewerb für den Ersatzbau und die Sanierung des Schwimmbads Sonnenberg durchführen. Dafür sprach die Talgemeinde einen Beitrag von 350'000 Franken.

Insgesamt 1,4 Millionen Franken bewilligte die Versammlung für drei Strassenbauprojekte. Weiter nahm auch ein Bruttokredit von 230'000 Franken für die Instandsetzung des Sammlers Seeligraben die Hürde der Talgemeinde.

Die rund 100 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sagten in der Tennishalle ebenfalls Ja zu Krediten für die Neugestaltung von Lagerräumen im Sporting Park, die Neugestaltung und Aufteilung der Kindergärten 3 und 4 im Schulhaus Äschi sowie für betriebliche und infrastrukturelle Anpassungen im Gemeindehaus.

Genehmigt wurde weiter der jährliche Beitrag von 270'000 Franken an die Engelberger Autobetriebe AG für die kommenden drei Jahre. Ebenfalls für die nächsten drei Jahre wird der Förderbeitrag von 100'000 Franken für Vereine und Institutionen mit Jugendförderung ausgerichtet.

Weitergeführt werden soll nach dem Willen des Gemeinderats auch die Unterstützung der Sportmittelschule Engelberg. Die Schule erhält einen Sockelbeitrag von 40'000 Franken sowie 24'000 Franken pro Schülerin oder Schüler, die/der noch in der obligatorischen Schulzeit ist. Neu soll künftig auch die Stiftsschule von einem Gemeindebeitrag von 40'000 Franken profitieren können.

Im Anschluss an die Talgemeinde ehrte und verabschiedete der Gemeinderat CVP/Mitte-Kantonsrätin Cornelia Kaufmann-Hurschler, die im Amtsjahr 2020/2021 das Kantonsratspräsidium innehatte. Geehrt wurde auch der amtierende Landammann, Volkswirtschaftsdirektor Daniel Wyler, der ebenfalls in Engelberg wohnt.

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