TCS Obwalden unter neuer Führung

Clemens Sidler löst Hubert Schumacher als Präsident ab.

Richard Greuter
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Der neue Präsident Clemens Sidler (Mitte) dem abtretenden Präsidenten Hubert Schumacher und der neuen Aktuarin Silvia Gerber.

Der neue Präsident Clemens Sidler (Mitte) dem abtretenden Präsidenten Hubert Schumacher und der neuen Aktuarin Silvia Gerber.

Bild: Richard Greuter (Alpnach, 28. Februar 2020)

In den letzten acht Jahren führte Hubert Schumacher die Geschicke der TCS Untersektion Obwalden. An der 81. Generalversammlung am vergangenen Freitag trat Schumacher nach zehn Jahren Vorstandstätigkeit ab. An seiner letzten Hauptversammlung als Präsident begrüsste er gegen 90 Mitglieder und zahlreiche Gäste.

In seinem Jahresbericht streifte der scheidende Präsident die gegensätzlichen Interessen in der Mobilität. Das Angebot im öffentlichen Verkehr soll ausgebaut werden. Auf der andern Seite verliere der Individualverkehr Flächen zu Gunsten des Langsamverkehrs. «Was dem einen zugesprochen wird, fehlt dem andern», folgerte Hubert Schumacher. Überfüllte Züge und Busse in den Morgen- und Abendstunden täglicher Stau auf den Autobahnen selbst auf der A8 in Obwalden seien Indizien, dass Handeln angezeigt sei. Dabei forderte er die Mitglieder auf, sich Gedanken zu machen und diese auch einzubringen. Und mit Blick auf seinen Rücktritt meinte Schumacher am Schluss seiner Ausführungen: «Ich hab mit euch eine wunderbare Zeit gehabt.» Die Versammlung wählte ihn zum neuen Ehrenmitglied.

«Der TCS ist für mich eine Herzensangelegenheit.»

An seiner Stelle wählten die Mitglieder den bisherigen Vizepräsidenten Clemens Sidler. Er führte früher eine Autogarage in Sarnen und war auch im Pannendienst tätig. Heute betreibt er einige Tankstellen. Er freue sich auf das Amt, sagte er nach seiner Wahl: «Der TCS ist für mich eine Herzensangelegenheit.»

Die Aktuarin Anita Eberli trat aus dem Vorstand aus und wurde durch die 63-jährige Silvia Gerber abgelöst. Die Kasse von Carla Roth schloss bei einem Aufwand von 18669 Franken mit einem Gewinn von rund 4400 Franken ab. Die Untersektion Obwalden musste mit einem leichten Mitgliederschwund vorliebnehmen. Anders sieht es bei TCS Schweiz aus. Wie Peter Schilliger, Präsident der Sektion Waldstätte berichtete, verzeichnete der TCS einen Mitgliederzuwachs von knapp zwei Prozent. «Es zeigt, dass auch junge Leute, die reisen, ÖV-Nutzer oder Velofahrer Interesse am TCS haben», so Schilliger.

Verkehrssicherheit für die Jüngsten

Im Bereich der Verkehrssicherheit gilt das Augenmerk des TCS den jüngsten Verkehrsteilnehmern. Um diese besser zu schulen, sucht der TCS in Engelberg eine geeignete Fläche für einen Verkehrsgarten. Immer wieder beliebt sind die Veloprüfungen. Im vergangenen Mai schlossen 51 Teilnehmer von insgesamt 364 die kantonale Veloprüfung fehlerfrei ab.

Im Anschluss an die Versammlung berichtete der Obwaldner Kantonsingenieur Martin Bürgi über letzte Netzlücke der A8 zwischen Giswil und Lungern. Kernstück des 268 Millionen Franken umfassenden Projektes ist der 2,1 Kilometer lange Kaiserstuhl-Tunnel mit einer Höhendifferenz von 135 Meter.