«THE DOLLHOUSE»: Nachtlokal-Räubertrio geht der Polizei ins Netz

Ende Februar haben drei bewaffnete Männer das Nachtlokal «Dollhouse» in Kägiswil überfallen und dabei Personen massiv bedroht. Nun steht fest: Die Täter stammen aus dem Kanton Luzern – es war nicht ihr einziger Überfall.

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Hier hat der brutale Überfall stattgefunden: Das «Dollhaus» in Kägiswil. (Bild André Albrecht/Neue LZ)

Hier hat der brutale Überfall stattgefunden: Das «Dollhaus» in Kägiswil. (Bild André Albrecht/Neue LZ)

Der Überfall hat am 23. Februar gegen halb drei Uhr morgens stattgefunden. Die vorerst unbekannte Täterschaft bedrohte Personal und Gäste mit Imitations-Faustfeuerwaffen und einer Eisenstange. Die Täter schlugen auf mehrere Personen ein und raubten Bargeld sowie Wertsachen. Anschliessend flüchteten sie unerkannt mit der Beute.

Die umfangreichen Ermittlungen der Kantonspolizei Obwalden ergab einen dringenden Verdacht gegen einen im Kanton Luzern wohnhaften 20-jährigen Schweizer. Noch bevor weitere Ermittlungen vorgenommen werden konnten, wurde dieser zusammen mit zwei Mittätern am Sonntag, 13.04.2008, bei einem bewaffneten Raubüberfall im aargauischen Oftringen in flagranti von der Kantonspolizei Aargau verhaftet.

Ein Russe, ein Schweizer und ein Serbe
Gestützt auf die dringende Verdachtslage wurden die drei in Oftringen verhafteten Personen im Auftrag des Verhöramtes und der Jugendanwaltschaft Obwalden der Kantonspolizei Obwalden zugeführt und durch das Verhöramt und die Kriminalpolizei zum Raubüberfall in Kägiswil befragt.

Zwischenzeitlich hat das Trio den qualifizierten Raub auf das Nachtlokal «Dollhouse» zugegeben. Bei den Beschuldigten handelt sich um einen 23-jährigen Russen, einen 20-jährigen Schweizer und einen 17-jährigen Serben.

Ermittlungen wegen weiteren Überfällen
Die drei jungen Männer, alle mit Wohnsitz im Kanton Luzern, werden sich wegen qualifiziertem Raub, wegen Widerhandlungen gegen das Waffengesetz und Widerhandlungen zu verantworten haben. Da zur Tatausübung ein Personenwagen verwendet wurde muss der Lenker mit einem Fahrverbot rechnen.

Nach den Ermittlungen und den Geständnissen von allen drei mutmasslichen Tätern in Obwalden stehen die Verhafteten momentan der Kantonspolizei Luzern zur Verfügung. Gegen Sie wird zusätzlich wegen Raubüberfällen in Pfaffnau und Waldibrücke ermittelt.

scd