TITLIS: Gletscher verliert 110 Zentimeter Eis

Der August war viel zu warm, der September auch. Viele freuts, gelitten hat darob der Titlisgletscher.

Drucken
Teilen
Sommertouristen über dem Titlisgletscher. (Themenbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Sommertouristen über dem Titlisgletscher. (Themenbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Die Gletscher schwitzen und schmelzen. So kräftig wie nie mehr seit dem Hitzesommer 2003. «Wir watscheln auf dem Titlisgletscher buchstäblich im Wasser», staunt Pistenchef Christoph Bissig, «die extrem hohen Temperaturen sind Gift für das Eis.»

Um es in einer fassbaren Zahl auszudrücken: «Auf 2700 Metern über Meer hat der Gletscher in diesem Sommer in der Höhe 110 Zentimeter blankes Eis verloren», sagt Bissig, «das ist extrem.» Extrem, aber (noch) nicht dramatisch: selbst dort, wo sich der Gletscher jetzt «dünnhäutig» präsentiert, sinds immer noch fast 20 Meter «Vorrat» an Eishöhe. «Das ist beruhigend», meint Peter Reinle, Pressesprecher der Titlis-Bahnen.

«Wir verfolgen die Entwicklung aufmerksam», betont Reinle, «es gibt kurzfristige und mittelfristige Szenarien. Die nächsten fünf Jahre wird uns der Gletscher nicht wegschmelzen. Doch wir müssen parat sein, wenn ähnliche Verhältnisse wie dieses Jahr zur Regel werden.»

Roland Bucher

Roland Bucher Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der «Neuen Obwaldner Zeitung».