TITLIS: Regierung regelt Wildschutz auf Trübsee neu

Der Schutz des Wildes im Gebiet Trübsee musste neu geregelt werden. Der Nidwaldner Regierungsrat hat die kantonale Verordnung angepasst. Neu gilt für das Gebiet eine spezielle Schutzfrist.

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Ein Hirsch auf freier Wildbahn. (Bild: Romano Cuonz/Neue NZ)

Ein Hirsch auf freier Wildbahn. (Bild: Romano Cuonz/Neue NZ)

Neu erstreckt sich der Schutzzeitraum für das Gebiet Trübsee jeweils vom 15. November bis 15. Mai, wie die Staatskanzlei des Kanton Nidwalden mitteilt. Die Schutzzeit im Gebiet Trübsee ist damit künftig länger als in den übrigen Wildruhegebieten im Kanton. Dort dauert der Schutz aufgrund der Nachjagd lediglich vom 15. Dezember bis am 30. April.

Da der bisherige Schutzzeitraum nicht mit der Zeitspanne des Wintersportbetriebs korrespondiere, sei die Schutzfrist verlängert worden. Zudem wurden die Wildruhegebiete (siehe Grafik) neu unterteilt.

Im Wintersportgebiet Trübsee finde hingegen keine Nachjagd statt, schreibt die Staatskanzlei. Die entsprechende Region befinde sich auf einer Höhenlage, auf der die Voraussetzung für Wintereinstände von Rotwild nicht gegeben sei.

Der Nidwaldner Regierungsrat hat die Verordnung über Wildruhegebiete bereits verabschiedet. Die Änderungen treten am 1. November 2014 in Kraft.

Neuregelung nach Bundesratentscheid

Weil sich Wildtiere in einem Tourismusgebiet kaum schützen lassen, war Anfang Jahr in der Titlisregion ein 10,26 Quadratkilometer grosser Teil des eidgenössischen Jagdbanngebietes Huetstock aufgegeben worden.

Die Wildtiere und ihr Lebensraum könnten im betroffenen Teil des Jagdbanngebiets auch mit grossem Aufwand nur schwer geschützt werden. Die Regierungen Obwaldens und Nidwaldens begrüssten diesen Entscheid.

In seinem Entscheid hielt der Bundesrat jedoch auch fest, dass Teile des Trübseegebietes durch kantonalrechtliche erlassene Wildruhegebiete weiterhin zu schonen und zu erhalten seien. Diese Regelung gelte insbesondere zum Schutz der Bestände der seltenen Rauhfusshühner.

Als Ersatz wurde im Gebiet Bannalp eine neue 10,28 Quadratkilometer grosse Schutzzone geschaffen. Sie liegt auf der anderen Seite des Engelbergertals und grenzt ans das Jagdbanngebiet Hahnen an.

pd/uus/sda

Das Wildruhegebiet «14 Trübsee». (Bild: PD)

Das Wildruhegebiet «14 Trübsee». (Bild: PD)

Wildruhegebiet «13 Schwendli». Skifahren und Wandern ausserhalb der rot markierten Wege sind während der Wildruhezeit untersagt. (Bild: PD)

Wildruhegebiet «13 Schwendli». Skifahren und Wandern ausserhalb der rot markierten Wege sind während der Wildruhezeit untersagt. (Bild: PD)