TITLIS-ROTAIR: Das Loch ist grösser als angenommen

Schock in Engelberg: Die Verfehlungen des Kadermitarbeiters, der Millionen an der Buchhaltung vorbeischleuste, sind noch weit gravierender als ursprünglich angenommen.

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Die Talstation der Titlis-Rotair. (Archivbild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Die Talstation der Titlis-Rotair. (Archivbild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Dies hätten die internen Abklärungen der Titlis-Rotair ergeben. Die Deliktsumme beläuft sich auf 10,4 Millionen Franken, wie die Bergbahnen mitteilen.

Bereits im Rechnungsjahr 2008/2009 hat der designierte Finanzchef unberechtigterweise Geldmittel nach Asien transferiert. Die Transaktionen seien durch Umbuchungen und Stornierungen verschleiert worden. Die Schadenssumme ist noch nicht bekannt.

Überbrückungskredit soll helfen
Titlis-Rotair muss nun einen Überbrückungskredit aufnehmen, damit die Liquidität gesichert werden kann. Das Unternehmen hat zwei neue Beschneiungsanlagen sowie die Sanierung der Standseilbahn Engelberg-Gerschnialp bereits in Auftrag gegeben.

Positiven Sommer
Der Sommer sei bisher hervorragend gelaufen. Für das laufende Jahr rechnen die Bergbahnen mit einem absoluten betrieblichen Rekordergebnis, welches jedoch voraussichtlich durch die bekannten Verfehlungen beeinträchtigt wird, heisst es in einer Mitteilung.

rem