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TITLIS: Unter der Haube auf den Jochpass

Lange Schlangen bei der Sesselbahn ob dem Engstlensee soll es ab 2018 nicht mehr geben – dank Sechsersesseln.
So soll die Bergstation der neuen Sesselbahn Engstlensee–Jochpass aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

So soll die Bergstation der neuen Sesselbahn Engstlensee–Jochpass aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Stahlblauer Himmel, die Sonne scheint, ideale Schneeverhältnisse. Doch bis man an einem solch herrlichen Skitag die Abfahrt vom Jochpass auf die Engstlenalp geniessen kann, ist Geduld angesagt. Denn an Spitzentagen bilden sich bei der Talstation der Sesselbahn Engstlenalp–Jochpass lange Schlangen. Die Bahn mit ihren Zweiersesseln kann höchstens 1400 Personen in der Stunde transportieren.

Nun wollen die Titlisbahnen die Sesselbahn aus dem Jahre 1972, welche Mitte der 1990er-Jahre modernisiert wurde, durch eine neue Bahn ersetzen. Sie erhält zwölf Stützen und verläuft um bis zu 70 Meter versetzt zum heutigen Trassee. Dies, weil die bestehende Bahn in einem lawinengefährdeten Gebiet liegt. «Aus den Lawinenniedergängen haben wir gelernt und gestützt auf die Empfehlungen des Schnee- und Lawinenforschungsinstituts Davos die Streckenführung angepasst. Die neue Bahn ist vor Lawinen viel besser geschützt», erläutert Peter Reinle, Marketingleiter der Titlisbahnen. Als angenehmen Nebeneffekt dieser Verlegung hebt er den Vorteil hervor, dass man die Erneuerung ohne Betriebsunterbruch vornehmen könne.

Geschützte Sechsersessel

Die Sommer- und Wintergäste dürfen sich laut Reinle auf eine zeitgemässe, leistungsstarke ­Sesselbahn freuen: «Statt auf Zweiersitzen reisen die Gäste neu auf Sechsersitzen mit Hauben, welche vor Wind und Wetter schützen. Die Zeiten, als einem ein kalter Wind um die Ohren pfiff, sind vorbei.» Die Transportkapazität wird von 1400 auf über 2000 Personen pro Stunde erhöht. «Anstehen sollte damit der Vergangenheit angehören», ist Reinle überzeugt. Zudem werde auch der Abstand zwischen den Sesseln erhöht, mit dem Vorteil, dass sich die Leute mehr Zeit beim Einsteigen lassen könnten.

Die blau markierten, einfachen Pisten auf Berner Seite seien bei den Wintersportgästen sehr beliebt, die Abfahrt zum Engstlensee gehöre zu den sonnigsten im Gebiet, zählt Reinle Gründe für die Beliebtheit der Piste auf.

Neun Millionen Franken kostet die Bahn

Die Pläne liegen noch bis zum 18. Oktober bei den Gemeindeverwaltungen von Engelberg und Wolfenschiessen auf. Peter Reinle rechnet nicht mit Einsprachen. «Das Projekt liegt nicht in einem landschaftlich sensiblen Gebiet.» Gibt danach auch das Bundesamt für Verkehr grünes Licht, rechnet er damit, mit den Bauarbeiten im nächsten Frühling zu beginnen. Die Eröffnung der rund 9 Millionen Franken teuren Sesselbahn ist auf die Wintersaison 2018/19 geplant. Im Sommer 2019 soll dann die alte Zweiersesselbahn demontiert werden.

Matthias Piazza

matthias.piazza@obwaldnerzeitung.ch

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