TITLIS: Verunglückter Armeehelikopter ist geborgen

Die restlichen Wrackteile des Ende November 2008 im Titlisgebiet verunglückten Helikopters aus Deutschland sind am Freitag geborgen worden.

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Der Rumpf des Unfall-Hubschraubers wird geborgen. (Bild Niklaus Wächter/reportair/EQ)

Der Rumpf des Unfall-Hubschraubers wird geborgen. (Bild Niklaus Wächter/reportair/EQ)

Am vergangenen Montag hatten Spezialisten aus der Schweiz und Deutschland damit begonnen, die auf einer Höhe von rund 2300 Metern über Meer verbliebenen Wrackteile für den Abtransport vorzubereiten, wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Freitag mitteilte.

Auf der Strasse nach Deutschland
Am (heutigen) Freitag wurden nun die restlichen Teile des Rumpfs mit einem typengleichen Helikopter der Deutschen Heeresflieger auf den Militärflugplatz Alpnach geflogen. Dort werden die Überreste weiter zerlegt und per Strassentransport nach Deutschland gebracht. Die Kosten der CH-53-Bergung werden nach Abschluss erhoben. Über eine allfällige Verrechnung an die Deutsche Bundeswehr wird später entschieden, wie das VBS schreibt. Die Bergungsarbeiten konnten wegen des harten Winters und insbesondere auf Grund der Schnee- und Windverhältnisse an der Unfallstelle erst jetzt vorgenommen werden.

Untersuchung noch nicht abgeschlossen
Der Helikopter war am 28. November 2008 bei einem Weiterbildungstraining im Gebirgsflug verunfallt, das im Rahmen der Ausbildungskooperation zwischen der Schweiz und Deutschland stattgefunden hatte. Bei einer so genannten Bugradlandung begann der Helikopter vertikal zu schwingen, geriet ausser Kontrolle und rutschte darauf 500 Meter einen Schneehang hinunter. An Bord befanden sich zwei Piloten und vier Mechaniker. Einer der Mechaniker zog sich leichte Verletzungen zu.  Das Triebwerk wurde bereits kurz nach dem Unfall geborgen. Auch Öl und Treibstoff wurden damals fachgerecht entsorgt. Die Untersuchung über den Unfall ist noch nicht abgeschlossen.

ap