Töffli lag über drei Jahre im Alpnachersee

Eine Tauchschule hat ein Töffli aus etwa 18 Metern Tiefe geborgen. Es hatte sogar noch Benzin im Tank.

Florian Pfister
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Es ist nicht alltäglich, dass eine Tauchergruppe ein Töffli aus dem See birgt. Genau dies geschah im Alpnachersee. Die Tauchschule Easydivers, Sursee, hat mit Tauchlehrer Winfried Röder das Fahrzeug am Sonntag aus etwa 18 Metern Tiefe an die Oberfläche geholt. Es lag in der Nähe des Parkplatzes zwischen Alpnachstad und Stansstad an der Grenze zu Nidwalden. Es handelte sich dabei um ein blaues Töffli der Marke Piaggio. Es hatte sogar noch Benzin im Tank, das an der Oberfläche auslief.

Das Töffli lag in 18 Metern Tiefe.

Das Töffli lag in 18 Metern Tiefe.

Bild: PD

Das Gefährt auf dem Seegrund wurde aber nicht erst jetzt entdeckt. Bereits im Juni 2017 hatte es Winfried Röder bei einem Tauchgang entdeckt. Er war damals im trüben Wasser mit Schülern unterwegs gewesen und hatte dabei das Fahrzeug gefunden.

Es brauchte drei Tauchgänge

Die Sache ging aber zeitweise vergessen. Neulich ist dem Tauchlehrer aus Sursee aber wieder in den Sinn gekommen, dass unter der Wasseroberfläche in Alpnach jenes Töffli liegt. Die Tauchschule nutzte diesen Umstand und barg es im Rahmen eines Tauchgangs «Suchen und Bergen» der Advanced Open Water Diver (AOWD)-Ausbildung. «Für mich war das auch etwas Neues», sagt Winfried Röder. «Denn selber werfen wir natürlich kein Töffli in den See, nur um es wieder rauszuholen.»

Es brauchte drei Tauchgänge, um das Töffli an die Oberfläche zu befördern. Trotz der Boje, die Röder vor drei Jahren befestigt hatte, war das Töffli beim ersten Mal nicht aufzufinden. Dann unterschätzten die Taucher das Gewicht des Gefährts, ein Hebesack reichte nicht. Beim dritten Tauchgang gelang es den fünf Tauchern aber, das Töffli mit drei Hebesäcken zu bergen.

Das Töffli wurde von der Obwaldner Kantonspolizei abtransportiert.

Das Töffli wurde von der Obwaldner Kantonspolizei abtransportiert.

Bild: PD

Einen Tag vor der Bergungsaktion hatte er die Kantonspolizei Obwalden verständigt. Diese holte das Töffli danach per Boot ab. Seit wann und warum genau es im See gelegen hat, ist der Polizei nicht bekannt. Wenn kein Besitzer ausfindig gemacht werden kann, wird das Gefährt verschrottet.

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Matthias Piazza