TOURISMUS: Ob- und Nidwalden sollen ¼ Million bezahlen

Die Aufhebung der Hotelmitgliedschaft für Betriebe aus Ob- und Nidwalden verkleinert das Budget von Vierwaldstätter­see Tourismus. Nun werden die beiden Kantone zur Kasse gebeten – indirekt auch wegen Schwyz.

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Blick auf den Sarnersee und das Stanserhorn. (Archivbild Robert Hess/Neue OZ)

Blick auf den Sarnersee und das Stanserhorn. (Archivbild Robert Hess/Neue OZ)

Die Kantone Ob- und Nidwalden bilden seit Oktober 2008 das Kerngebiet von Vierwaldstättersee Tourismus (VT). Zwangsläufig, denn Weggis Vitznau Rigi Tourismus und die meisten Tourismusorganisationen am Schwyzer Teil des Vierwaldstättersees haben sich aus der Organisation zurückgezogen. Neu arbeiten die Seegemeinden mit Luzern Tourismus zusammen.

Unterwalden: 70'000 Franken Ausfall
Durch das Ausscheiden von Weggis Vitznau Rigi Tourismus und der Schwyzer Gemeinden Gersau, Brunnen und Morschach-Stoos hat VT 180'000 Franken weniger zur Verfügung für Marketing-Aktivitäten, wie es in einer Medienmitteilung zur Generalversammlung des Vereins heisst, die am (gestrigen) Mittwoch in Stans stattgefunden hat. Das Aufheben der Hotelmitgliedschaft für Betriebe aus Ob- und Nidwalden verkleinere das Budget um weitere 70'000 Franken.

Das Aufheben dieser Mitgliedschaften sei aus touristischer Sicht richtig und führt zu einer starken Verbesserung, da in Zukunft alle Betriebe über VT abgedeckt sind und der Gast ein vollständiges Bild des Angebotes erhält. Damit VT auch in Zukunft die Region Ob- und Nidwalden «effizient und wirkungsvoll» vermarkten könne, müssten die fehlenden Mittel von 250'000 Franken kompensiert werden. VT hat dazu an die Kantone Ob- und Nidwalden ein Gesuch gestellt für je 125'000 Franken.

Quersubventionierung nicht immer angezeigt
Generell habe die neue, durch die Austritte bedingte Situation in der Region eine Neuorientierung und die Überarbeitung des Beitragsreglements erfordert, wie es weiter heisst. Das neue, an der Generalversammlung genehmigte Beitragsreglement ist in zwei Teile unterteilt: Einerseits Mitglieder aus Gemeinden mit Kantonsbeitrag (oder Kooperationspartner) und Gemeinden ohne Kantonsbeitrag. Zweck sei, dass Partner aus Regionen mit Kantonsbeitrag nicht Mitglieder quersubventionieren, die durch ihren Kanton keine Unterstützung erhalten.

Die Tourismusorganisation blickt mit einem Gewinn von 3325 Franken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück, wie es weiter heisst. Das wichtige Projekt  der neuen Webseite www.lakeluzern.ch sei erfolgreich abgeschlossen worden. Gesamthaft wurden 0,8 Prozent mehr Logiernächte generiert als im Vorjahr.

scd/red