Tourismusgesetz besteht ersten Test

Im Kanton Obwalden ist die geplante Einführung einer einheitlichen Tourismusabgabe in der Vernehmlassung auf keinen grundsätzlichen Widerstand gestossen. Der Regierungsrat hält deshalb an der neuen Tourismusfinanzierung fest, wie er am Mittwoch mitteilte.

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Für Engelberg gilt eine Sonderregelung. Im Bild zwei Touristinnen in der Titlis-Bahn. (Bild: Archiv Remo Nägeli / Neue LZ)

Für Engelberg gilt eine Sonderregelung. Im Bild zwei Touristinnen in der Titlis-Bahn. (Bild: Archiv Remo Nägeli / Neue LZ)

Das neue Gesetz, über das der Kantonsrat im März 2012 erstmals beraten soll, sieht auch die Schaffung einer neuen, gemeinsam mit Nidwalden aufgebauten Regionalen Tourismusorganisation vor. Diese soll auf Mitte 2012 Vierwaldstättersee Tourismus ablösen.

Auch Tagestourismus erfassen

Die neue Tourismusabgabe soll die heutige Logiernächteentschädigung und die Kurtaxe ablösen. Bei den einzelnen Gästen wird keine Abgabe mehr erhoben, so dass der administrative Aufwand reduziert werden kann.

Die neue Abgabe wird, je nach Beherbergungsart pauschal pro Zimmer oder pro Schlafplatz erhoben. Der Abgabe neu unterstellt werden auch Restaurants und Verkehrsbetriebe. Damit kann auch der Tagestourismus erfasst werden.

Sonderregelung für Engelberg

Gegenüber der Vernehmlassungsvorlage will der Regierungsrat bei der Höhe der Pauschalen nochmals über die Bücher gehen. Auf eine Doppelbelastung Hotel-Restaurant soll wenn möglich verzichtet werden.

Festhalten will der Regierungsrat trotz einer gewissen Kritik in der Vernehmlassung an einer Sonderregelung für Engelberg. Er begründet dies damit, dass Engelberg eine eigene, im internationalen Tourismusmarkt verankerte Destination sei.

sda