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Treffen bringt Licht in regnerische Nacht

«Adventure» hiess in der Nacht auf Sonntag das Motto des traditionellen Ranfttreffens in Flüeli-Ranft. Abenteuerlich war für die 1000 Teilnehmer allein schon der Dauerregen.
Das Wetter kann diesen beiden Gottesdienst-Teilnehmerinnen nichts anhaben. (Bild: Roger Zbinden/Neue OZ)

Das Wetter kann diesen beiden Gottesdienst-Teilnehmerinnen nichts anhaben. (Bild: Roger Zbinden/Neue OZ)

2 Uhr im Ranft: Trostlos nimmt sich der Vorplatz vor der unteren Ranftkapelle aus. Im strömenden Regen hat sich ein kleines Grüppchen Jugendlicher versammelt. Dirigent Joel von Moos probt ein letztes Mal mit dem Jugendgospelchor Sachseln. Der Familienweg für die 200 angemeldeten Teilnehmer endete bereits am frühen Abend mit dem Familiengottesdienst. Wo aber sind die 800 jugendlichen Teilnehmer? Immerhin schafft es der anhaltende Regen nicht, die Feuer auszulöschen.

Eine Nacht durchmachen

Roman Inderbitzin, Pascal Kramer und Raoul Herzog bieten dem Regen die Stirn und spannen eine Blache über sich. Das viele Nass in dieser Nacht auf den Sonntag scheint ihrer Laune keinen Abbruch zu tun. «Die Stimmung ist gut, der Anlass prima organisiert, und der Weg hier hoch war spannend.» Das Trio stammt aus Zürich und ist mit seiner Firmungsgruppe aus der Pfarrei Bruder Klaus hierhergekommen. Sie mussten um 17.45 Uhr aufbrechen, um rechtzeitig zum Start der kreativen und erlebnisorientierten Ateliers im Rahmen des Treffens in Obwalden zu sein.

Bild: Roger Zbinden / Neue OZBild: Roger Zbinden / Neue OZ
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Ranfttreffen 2012

2.30 Uhr: Die Matten bis zu den Ranft-häusern haben sich gefüllt. Überall bilden sich bunte Grüppchen unter Schirmen. Die meisten Jugendlichen sitzen in regenfester Kleidung auf Unterlagen, manche hüllen sich in alubeschichtete Lebensrettungsfolien. Es regnet noch immer. Bischof Felix Gmür aus Basel vermittelt beim Willkommen Vorfreude: «Ich freue mich, da mit euch zu beten, zuzuhören und zu singen.»

Im Ranft mit kurzen Hosen

Die Gruppe der Chiro aus Belgien, die heuer zum 20. Mal im Ranft ist – wie immer in kurzen Hosen, ihrem Markenzeichen –, begrüsst er in ihrer Landessprache. «Bischof Felix», so sprechen ihn die Blauring-Leiterinnen familiär an, ist nicht zimperlich. Er schlägt den Kapuzenkragen seiner Winterjacke hoch und trotzt den Naturgewalten. «Wir beginnen mit dem Logo von unserem Gott», sagt er und schlägt das Kreuzzeichen.
Ein Gebet fasst die Situation vieler Teilnehmer zusammen: «Junge Menschen haben sich aufgemacht, vielleicht, weil sie in der Gruppe unterwegs sind, vielleicht, weil sie auf der Suche sind.» Eine Theatergruppe nimmt das Thema Suche auf: Hirt Timo begreift, dass die Heilige Nacht diejenige seines Lebens ist. Er folgt seiner inneren Stimme und macht sich auf. «Da ist einer gekommen, der uns aus dem Dreck holt.»

«Abenteuer brauchen wir alle»

«Wie vernünftig bist du – würdest du dich trauen, aufzubrechen, auch wenn deine Kollegen nicht mitmachen?», fragt Bischof Gmür. Sein Fazit: «Abenteuer brauchen wir alle, die kommen nicht von selbst, da müssen wir uns aufmachen.» Er verweist auf Jesus, das Baby, das den Frieden bringt. «Ihr wollt doch den Frieden?»

3.10 Uhr: Das Friedenslicht wird angezündet. Es hat aufgehört zu regnen. Überall flackern Lichter auf. Der Gottesdienst ist zu Ende. Die Lichter wandern langsam den steilen Weg hinauf. Nach Hause, überall hin, auch bis nach Zürich.

Marion Wannemacher

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