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Alpnacher Trinkwasser soll künftig auch Strom produzieren

Die Wasserversorgung will in den nächsten Jahren an drei Orten zwischen der Quellfassung Heiti und Schoried aus Trinkwasser Energie gewinnen. Das rechne sich laut Gemeinderat trotz tiefer Energiepreise. Am 10. Juni wird darüber abgestimmt.
Markus von Rotz
Trinkwasser. (Symbolbild: Florian Arnold)

Trinkwasser. (Symbolbild: Florian Arnold)

«Sie werden sich jetzt fragen, warum wir trotz des tiefen Strompreises in Wasserkraft investieren wollen», sagte Gemeinderat Marcel Moser an kürzlich statt gefundenen Orientierungsversammlung. Und er gab die Antwort gleich selber: «Weil wir als Energiestadt das realisieren sollten, was wirtschaftlich tragbar ist und auch weil es sich trotz allem rechnet.»

Aktuell gebe es pro Kilowattstunde 8 Rappen, über 60 Jahre gerechnet erwarte man im Endausbau 9300 Franken Gewinn pro Jahr – die Investitionen schon abgezogen –, weil die Anlagen «extrem unterhaltsarm» seien. Einmal eingeschaltet, könne man sie das ganze Jahr rund um die Uhr laufen lassen. «Wir haben konservativ gerechnet, aber auch mit den aktuellen Preisen lohnt sich jedes der drei Projekte», gab sich Finanzchef Moser überzeugt. Man rechne mit einer Verzinsung von 1,4 bis 1,9 Prozent, was «sehr gut ist angesichts der aktuellen Sparzinsen».

Einspeisung ins Stromnetz problemlos möglich

Marcel Jöri, Kantonsrat und Verwaltungsrat der Wasserversorgung, hatte eingangs die Strategie für die drei Werke vorgestellt. Das Vorhaben sei schon länger diskutiert worden, und das Heiti liege ideal für solche Pläne. Ziel sei es in erster Linie auch weiterhin, «hygienisch einwandfreies Trinkwasser zu liefern», aber es mache Sinn, Energie dort zu nutzen, wo sie heute anfalle beziehungsweise aktuell noch vernichtet werde. Zwischen dem Heiti und Schoried sind mittelfristig drei Kraftwerke geplant.

Aktuell wird am 10. Juni über ein erstes Werk für 150 000 Franken in Schoried abgestimmt. Es soll 54 000 Kilowattstunden liefern. Später sollen für 230000 Franken in der Ruodetschwand 610 900 Kilowattstunden produziert werden können. Um 202 000 Kilowattstunden geht es schliesslich beim teuersten Projekt für 670 000 Franken in der Hostatt.

Die Leitungen in diesem Gebiet müssten ohnehin teilweise ersetzt werden, sagte Moser. «Wir setzen jetzt einfach noch Turbinen oben drauf.» Die Einspeisung ins Stromnetz sei ohne Anpassungen möglich. Zu diesem Geschäft wurden von den Anwesenden keine Fragen gestellt.

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