TUNNEL ENGELBERG: Steilrampe: Arbeiten verlaufen planmässig

Seit letzten November wird im Tunnel Engelberg wieder gebaut. Die Vorbereitungs­arbeiten verlaufen planmässig. Diese werden in den nächsten Tagen abgeschlossen, gerade rechtzeitig vor dem Beginn der Schneeschmelze.

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Tunnelarbeiter arbeiten auf der Baustelle des Bahntunnels Engelberg (Bild Keystone).

Tunnelarbeiter arbeiten auf der Baustelle des Bahntunnels Engelberg (Bild Keystone).

Im vergangenen Herbst wurden die Nachtragskredite für die Tunnelstrecke genehmigt. Gleichzeitig genehmigte durch das Bundesamt für Verkehr als Aufsichtbehörde die Projektänderung für die Instandsetzung der Tunnelstrecke. Damit konnten die Vorbereitungsarbeiten Mitte letzten November gerade noch zum letztmöglichen Termin aufgenommen werden. 

Vorbereitungsarbeiten sind im Gang
Seit Dezember 2007 werden in der 300 Meter langen so genannten "Quintnerkalkstrecke" die Vorbereitungsarbeiten für die Instandsetzung des Tunnels ausgeführt. Es werden rund 350 sechs Meter lange Bohrungen vorgenommen. Die Bohrlöcher fassen das Gebirgswasser und sammeln es im Tunnel in einer Leitung. So wird das Gebirgswasser rund um den Tunnel entspannt, was verhindert, dass auf das Tunnelgewölbe ein zu starker Wasserdruck einwirken kann. Weiter wird im kreisförmigen Tunnelprofil ein Teil des Tunnelgewölbes aus Spritzbeton abgebrochen, damit im nächsten Winter 2008/2009 das 50 bis 70 cm starke definitive Beton-Innengewölbe eingebaut werden kann. 

2009 im Rohbau fertig
Zurzeit sind die Instandsetzungs- und Fertigstellungsarbeiten zur Offerteingabe der Unternehmer öffentlich ausgeschrieben. Diese Arbeiten werden im Herbst beginnen, so dass im Winter wieder mit voller Leistung gebaut werden kann. So wird der Tunnel voraussichtlich Mitte 2009 im Rohbau fertig gestellt sein. Anschliessend wird der Einbau der Bahntechnikeinrichtungen mit Gleisen, Fahrleitung, Sicherungstechnik, Kabelanlagen, Kommunikationsanlagen, Notbeleuchtung, Handlauf usw. erfolgen. 

Die Tunnelstrecke wird voraussichtlich, wie geplant, im Dezember 2010 in Betrieb genommen. Voraussetzung dazu ist allerdings, dass es in den nächsten beiden Wintern zu keiner frühzeitigen Schneeschmelze mit starken Wassereintritten kommt.

rem