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Umfahrungstunnel Lungern feierlich eröffnet

Der Brünig rückt näher: In Anwesenheit von Bundesrätin Doris Leuthard ist der 3,6 Kilometer lange Tunnel Lungern nach 13 Jahren Bauzeit eröffnet worden. Es ist der erste LED-Tunnel der Schweiz überhaupt.
450 LED-Lampen leuchten den Tunnel voll aus. (Bild: Keystone)

450 LED-Lampen leuchten den Tunnel voll aus. (Bild: Keystone)

Verkehrsministerin Doris Leuthard gab den Tunnel am Montagmittag um 12.30 Uhr für den Verkehr frei. Rund 200 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung verfolgten zuvor eine Lichtshow des Künstlers Gerry Hofstetters, der die 13-jährige Baugeschichte beleuchtete (siehe Galerie).

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Bild: Romano Cuonz / Neue OZBild: Romano Cuonz / Neue OZ
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Rundgang mit Bundsrätin Doris Leuthard und dem Obwaldner Baudirektor Paul Federer. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)Rundgang mit Bundsrätin Doris Leuthard und dem Obwaldner Baudirektor Paul Federer. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)
Bundesrätin Doris Leuthard im Gespräch mit Kantonsingenieur Jörg Stauber, im Hintergrund Landammann Franz Enderli. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)Bundesrätin Doris Leuthard im Gespräch mit Kantonsingenieur Jörg Stauber, im Hintergrund Landammann Franz Enderli. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)
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Bild: Keystone/Urs FlüelerBild: Keystone/Urs Flüeler
Der A8 Umfahrungstunnel Lungern, welcher die Gemeinde Lungern am Brünigpass im Kanton Obwalden entlastet, wird in Anwesenheit von Bundesrätin Doris Leuthard feierlich eröffnet. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)Der A8 Umfahrungstunnel Lungern, welcher die Gemeinde Lungern am Brünigpass im Kanton Obwalden entlastet, wird in Anwesenheit von Bundesrätin Doris Leuthard feierlich eröffnet. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)
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Der Gästetross wird auf zwei Tiefladern durch den beleuchteten Tunnel geführt. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)Der Gästetross wird auf zwei Tiefladern durch den beleuchteten Tunnel geführt. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)
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Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZBild: Corinne Glanzmann/Neue NZ
Jörg Stauber vor der Gussasphalt-Maschine. Er steht auf dem hellen Fahrbelag. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)Jörg Stauber vor der Gussasphalt-Maschine. Er steht auf dem hellen Fahrbelag. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)
Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZBild: Corinne Glanzmann/Neue NZ
31. Juli 2012: Noch 150 Tage bis zur Vollendung der A 8 in Lungern: Beim Nordportal des Tunnels wird der Belag eingebaut. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)31. Juli 2012: Noch 150 Tage bis zur Vollendung der A 8 in Lungern: Beim Nordportal des Tunnels wird der Belag eingebaut. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)
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3.9.2007: Arbeiten am Umfahrungstunnel in Lungern. (Bild: Archiv Neue OZ)3.9.2007: Arbeiten am Umfahrungstunnel in Lungern. (Bild: Archiv Neue OZ)
3.9.2007: Arbeiten am Umfahrungstunnel in Lungern. (Bild: Archiv Neue OZ)3.9.2007: Arbeiten am Umfahrungstunnel in Lungern. (Bild: Archiv Neue OZ)
3.9.2007: Arbeiten am Umfahrungstunnel in Lungern. (Bild: Archiv Neue OZ)3.9.2007: Arbeiten am Umfahrungstunnel in Lungern. (Bild: Archiv Neue OZ)
30.6.2010: Baustellenchef Erich Suter erklärt die letzten Sprengungen beim Tunnel in Lugern. (Bild: Archiv Neue OZ)30.6.2010: Baustellenchef Erich Suter erklärt die letzten Sprengungen beim Tunnel in Lugern. (Bild: Archiv Neue OZ)
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A-8-Umfahrungstunnel in Lungern

Ein leistungsfähiger, sicher ausgebaute Autobahnanschluss sei für den Kanton Obwalden von erheblicher Bedeutung, teilt das Baudepartement am Montag mit. Das 4,6 Kilometer lange Umfahrungsstück soll die lang ersehnte Entlastung des Dorfes Lungern vom Durchgangsverkehr bringen. Im Projekt inbegriffen sind Schutzbauten wie Steinschlagnetze und Lawinenverbauungen oder Naturschutzmassnahmen wie Passagen für Amphibien, um die bedeutende Erdkrötenpopulation am Lungerersee zu erhalten.

Tunnel mit LED-Lampen

Der 3,6 Kilometer lange Tunnel ist der Erste der Schweiz, der durchgehend mit LED-Lampen ausgerüstet ist. Alle acht Meter sind energieeffiziente Lampen in die Tunneldecke montiert, total sind es rund 450. Damit können jährlich 150'000 Franken gegenüber der herkömmlichen Rohrbeleuchtung eingespart werden. Eine weitere Besonderheit des Tunnels ist die spezielle Farbgestaltung: Bei der Tunneldurchfahrt sieht der Autofahrer vier verschiedene Farbgebungen. Während die Wände überall weiss angemalt sind, ist die Decke auf einem Abschnitt weiss gemalt und auf einem weiteren Abschnitt wechselt die Fahrbahn vom dunklen Walzasphalt auf einen hellen Gussasphalt. Der Versuch dauert vier Jahre. Ziel ist es laut Mitteilung, den Tunnel so wenig wie möglich beleuchten zu müssen.

Wie das Obwaldner Baudepartement weiter schreibt, können die Kosten von 265 Millionen Franken eingehalten werden. Voraussichtlich wird der Tunnel sogar 5 bis 10 Millionen Franken günstiger als budgetiert. Der Bund zahlt insgesamt 257 Millionen Franken.

pd/rem

Stimmen zur Eröffnung des neuen Tunnels lesen Sie am 11. Dezember in der Neuen OZ.

Tunnel: Das sind die technischen Daten

Länge des Haupttunnels: 3'573 Meter
Länge des Sicherheitsstollen: 3'626 Meter
Aushub / Felsausbruch: 500'000 m3
Beton: 95'000 m3
Belag: 25'000 t
Ausstellnischen: 4 Stück
Querverbindungen: 13 Stück
Fahrbahnbreite: 2 x 3,875 m
Steigung: 2,2 %
Ablufventilatoren: 4 Stück
Strahlventilatoren: 12 Stück
Videokameras: 50 Stück
Kabellänge: 220 km
Datenpunkte: 13'500 Stück

Lange Geschichte

Seit den 1960er-Jahren wird in Obwalden an der Nationalstrasse A8 gebaut. Der am Montag dem Verkehr übergebene Abschnitt Lungern blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. In den 1970er Jahren stand eine Linienführung mit kürzeren Tunnels auf der Westseite des Lungerersees im Vordergrund. Die im Jahr 1977 ins Leben gerufene «Arbeitsgruppe N8 Lungern» kämpfte für eine Ostvariante. Anfangs der 1980er Jahre wurde die Linienführung der A8 zwischen Brienzwiler und Sachseln im Rahmen eines grossen Variantenvergleichs neu festgelegt. In Lungern lag die Bestvariante nun auf der Ostseite des Sees. Das Projekt 1989 beinhaltete eine Strasse, die mit der Baumethode des Tagbautunnels durch das offene Siedlungsgebiet führte. Es weckte erneut den Widerstand der Lungerer Bevölkerung. Nach umfassenden geologischen Untersuchungen wurde die Umfahrung Lungern umprojektiert. 1997 erfolgte die Genehmigung des Projekts mit der bergmännischen Tunnelvariante auf der Ostseite des Lungerersees. Ende 1999 starteten die Bauarbeiten mit ersten Rodungen und Strassenumlegungen bei den zukünftigen Portalbauwerken. Der Erkundungsstollen wurde bis Ende 2003 gebaut. Wegen geologischen Problemen im nördlichen Abschnitt und wegen der Umfunktionierung des Erkundungsstollens zum Sicherheitsstollen dauerte dieser Stollenbau zwei Jahre länger als geplant. Nach einem beinahe zweijährigen Unterbruch, der sich aufgrund von Kostenengpässen beim Bund sowie der Umprojektierung der Tunnellinienführung ergab, starteten Ende 2005 die Hauptarbeiten mit den Brücken und Stützmauern beim Nordportal. Der Tunnelausbruch erfolgte zwischen März 2007 und Juli 2010. Im Gegensatz zum Erkundungsstollen wurde der Haupttunnel mit Sprengungen ausgebrochen. Die Innenausbauten wie Abdichtung, Betongewölbe, Zwischendecken, Randsteine sowie die Zentralen Nord und Süd wurden bis Ende 2011 erstellt. Anschliessend wurde die Betriebs- und Sicherheitsanlage (BSA) montiert. Dazu gehören beispielsweise die Tunnellüftung, die Beleuchtung, die Kommunikationseinrichtungen, Verkabelungen oder Steuerungen. Ebenfalls in diesem Jahr ist schliesslich der Belag eingebaut worden. pd

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