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UMWELT: Mountainbiking im Wald soll beschränkt werden

Der Obwaldner Regierungsrat will die Gesetzgebung zur Pflege, zur Nutzung und zum Schutz des Waldes modernisieren. Neu soll es auch Bestimmungen zum Biken im Wald geben.
In Obwalden soll das Biken im Wald auf Waldstrassen und -wege sowie spezielle Pisten beschränkt werden. (Bild: Roger Grütter / neue LZ)

In Obwalden soll das Biken im Wald auf Waldstrassen und -wege sowie spezielle Pisten beschränkt werden. (Bild: Roger Grütter / neue LZ)

Der Regierungsrat hat den Entwurf des neuen Waldgesetzes, das die geltende Forstverordnung von 1960 ersetzen soll, bis Mitte April 2015 in die Vernehmlassung geschickt. Wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte, handelt es sich um ein schlankes Rahmengesetz. Die Zahl der Artikel soll um 27 auf 38 reduziert werden. Details sollen in den Ausführungsbestimmungen geregelt werden.

Rund 40 Prozent der Kantonsfläche seien bewaldet, schreibt die Staatskanzlei. Der Wald sei Arbeitsplatz, er schütze, liefere Bau- und Energiestoffe, präge die Landschaft, sei Erholungsraum für die Menschen und Lebensraum für die Tiere.

Mit dem neuen Waldgesetz wird die Obwaldner Gesetzgebung an die des Bundes angepasst. Bewährtes werde übernommen, schreibt die Staatskanzlei. Es gebe aber auch zahlreiche Neuerungen.

Bewilligungspflicht

Zu diesen gehören die Bestimmungen zum Velofahren und Reiten. Vor allem Mountainbiking im Wald habe heute eine Bedeutung erlangt, die nicht mehr ignoriert werden könne, begründet der Regierungsrat in der Vernehmlassungsbotschaft diese neuen Bestimmungen.

Gemäss der Botschaft sind in Obwalden Biketrails errichtet worden, ohne dass zuvor die Waldeigentümer oder der Forstdienst kontaktiert worden war. Solche Pisten könnten Flora und Fauna beeinträchtigen, schreibt der Regierungsrat. Weitere Probleme seien Haftungsfragen und Konflikte mit anderen Waldbenutzern.

Mit der vom Regierungsrat vorgeschlagenen Regelung soll das Velofahren und Reiten im Wald nicht verboten werden, aber auf Waldstrassen und -wege sowie spezielle Pisten beschränkt werden. Für Bike- und Reitwege soll eine Bewilligungspflicht eingeführt werden.

Flexiblere Walddefinition

Ferner möchte der Regierungsrat die Definition des Waldes lockern. Heute seien viele Hecken und Feldgehölze rechtlich Wald und würden die Landwirtschaftszonen unterbrechen, heisst es in der Botschaft. Zudem gebe es deswegen bei kleinen Gehölzen unnötig grosse Waldabstände.

Es sollen aber weiterhin nicht nur grosse Waldkomplexe als Wald gelten, sondern auch die für Obwalden typischen kleinen und aufgelockerten Waldflächen. Hecken-, Feld- und Ufergehölze seien zudem, auch wenn sie nicht unter den Waldbegriffe fallen würden, durch die Naturschutzbestimmungen geschützt, schreibt der Regierungsrat. (sda)

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