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Unerwünschte Pflanze birgt Verletzungsgefahr

Innert kurzer Zeit hat sich die als Unkraut einzustufende Borstenhirse auch in Obwalden verbreitet. Zu deren Bekämpfung wurden Massnahmen diskutiert.
Paul Küchler
Fritz Leuenberger stellt Massnahmen vor, wie die Borstenhirse bekämpft werden kann. (Bild: Paul Küchler (Giswil, 19. September 2018))

Fritz Leuenberger stellt Massnahmen vor, wie die Borstenhirse bekämpft werden kann. (Bild: Paul Küchler (Giswil, 19. September 2018))

Rund 30 Personen folgten einer Einladung des Obwaldner Amtes für Landwirtschaft und Umwelt zu einer Flurbegehung in Giswil im Zusammenhang mit dem Aufkommen der Borstenhirse. In einem den Bauern zugestellten Newsletter stellte die Amtsstelle fest: «Die grossflächige und schlagartige Verbreitung der Borstenhirse in Obwalden macht Sorge. Bisher waren diese Pflanzen im Gegensatz zu unserem Nachbarkanton Nidwalden bei uns nur wenig verbreitet.»

In diesem Schreiben wurde darüber gerätselt, wie die vorwiegend in südlicher Gegend vorkommende Pflanze mit dem schlechten Futterwert in unsere Gegend kam. Möglichkeiten sieht man etwa durch die Verschleppung mit Rauhfutterzufuhr, durch den Wind, durch Vögel oder Hofdünger.

Futterbau hat grossen Stellenwert

An der Flurbegehung am Mittwoch sagte Martin Amgarten, Vertreter des Obwaldner Landwirtschaftsamtes, «der Futterbau ist für unsere Landwirtschaft eine wichtige Produktionsgrundlage.» Und er stellte weiter fest, dass die Trockenheit auf die Ausbreitung der Borstenhirse Auswirkungen hatte, was nun der Grund für diese Flurbegehung sei. Als Referent und Vertreter der Firma Ufa-Samen stellte Fritz Leuenberger fest, «leider gibt es zur Bekämpfung der Borstenhirse noch kein Patentrezept.»

Die Borstenhirse breitet sich flächendeckend aus. (Bild: Paul Küchler (Giswil, 19. September 2018))

Die Borstenhirse breitet sich flächendeckend aus. (Bild: Paul Küchler (Giswil, 19. September 2018))

Davon abgesehen, dass sich die Borstenhirse vom Nährwert her gesehen als Viehfutter schlecht eignet, besteht für die Tiere bei der Fütterung auch eine gewisse Verletzungsgefahr. Es wird festgestellt, dass sich Borstenhirse vor allem auf Wiesen verbreitet, bei denen die Grasnarbe Lücken hat oder beispielsweise auf Wiesen mit Mäuseschäden. Es müsse dringend versucht werden, eine dichte Grasnarbe zu bekommen und Lücken zu schliessen, indem der Boden mit einem Wiesenstriegel bearbeitet und Grassamen angesät würden, sagte Leuenberger weiter. Dafür müsse der richtige Zeitpunkt im Frühjahr oder in den Monaten August und September und auch die richtige Zusammenstellung der Gräserarten beachtet werden. Zur Bekämpfung der Borstenhirse wurde auch der Einsatz von chemischen Mitteln diskutiert. Man war sich aber einig, dass davon abgesehen werden soll.

«Mist ist des Bauern List»

Das alte Sprichwort «Mist ist des Bauern List» wurde an der Begehung auch erwähnt. Dazu sagte Albert Amschwand, der die Landi vertrat, dass Komposterde den Boden verbessere und man dadurch das Wachstum der guten Gräser fördern könne. Martin Amgarten sagte zum Abschluss dieser Flurbegehung, er hoffe, dass die Anwesenden durch diese Orientierung ihr Ziel, eine bessere Grasnarbe zu bekommen, besser erreichen könnten.

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