UNIHOCKEY: «Unser Kader hat an Qualität gewonnen»

Die Kaderplanung der NLB-Mannschaft von Ad Astra Sarnen ist abgeschlossen. Präsident Emmanuel Hofer ist überzeugt, dass das Team stärker besetzt ist als im Vorjahr.

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«Mit dieser Mannschaft sollte in der nächsten Saison definitiv etwas drinliegen», freut sich Emmanuel Hofer, Vereinspräsident von Ad Astra Sarnen, mit Blick auf die Kaderliste des NLB-Teams. «Mit Otto Moilanen kommen zudem neuer Wind und neue Ideen zu Ad Astra, das kann ebenfalls nicht schaden», so Hofer. Moilanen ersetzt als Cheftrainer den Tschechen Michal Rybka, der die Sarner nach drei Saisons in Richtung NLA verliess.

Das Gros der Equipe blieb beisammen, es gab gegenüber dem Vorjahr nur wenige Rochaden. Abgänge haben die Sarner lediglich zwei zu verzeichnen: Andreas Kronenberg und Kristaps Vaicis werden sich in der nächsten Spielzeit nicht mehr das rot-schwarze Tenü überstreifen. «Insbesondere der Abgang von Kronenberg schmerzt. Er war als äusserst mannschaftsdienlicher und lauffreudiger Spieler nicht nur mit seinen Toren eine wichtige Teamstütze», bedauert Hofer. Vaicis verlässt die Sarner in Richtung Heimat nach Lettland.

Erstmals drei ausländische Verstärkungsspieler

Kompensiert werden die beiden Abgänge hauptsächlich mit zwei prominenten Zuzügen. Neu für Ad Astra spielen werden im nächsten Jahr Roman Pass und Lauri Liikanen. Der estnisch-finnische Doppelbürger Pass wechselt vom NLB-Absteiger Unihockey Mittelland ins Obwaldnerland. «Roman zügelte diesen Frühling aufgrund seines Jobs in den Kanton Nidwalden. Er ist weiterhin sportlich ambitioniert und suchte eine neue Herausforderung. So war es naheliegend, dass er bei uns Unterschlupf findet», freut sich Hofer über den Zuzug des Verteidigers. Mit dem 33-jährigen Pass kommt ein topfitter Spieler mit viel Routine nach Sarnen, der mit dem ­estnischen Nationalteam bereits mehrere Weltmeisterschaften auf höchstem Niveau absolvierte, in den letzten Jahren sogar als ­Teamcaptain. Obwohl er keinen Schweizer Pass besitzt, fühlt sich der extrovertierte Pass schon fast als Schweizer, da er seit bald zehn Jahren hier lebt und überdies mit einer Schweizerin liiert ist.

Auch Lauri Liikanen hat bereits einen Bezug zur Schweiz, wenn auch nicht im selben Masse. Der 25-jährige Finne spielte vor drei Jahren eine Saison lang beim UHC Uster in der NLA und überzeugte dort als treffsicherer Angreifer, bevor er wieder zurück in die höchste finnische Liga zu seinem Stammverein Happee ­Jyväskylä wechselte. Dass man bewusst einen dritten Ausländer nach Tatu Eronen und Robin Markström gesucht hat, verneint Hofer: «Wir waren auf der Suche nach einem Trainer für unsere U16-Junioren. Wir haben vor zwei Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht mit Janne Kainulainen, der bei unseren Junioren mit seiner Art sehr viel bewirken konnte. So wurden wir auf Lauri Liikanen aufmerksam, der früher mit Janne zusammen bei Happee gespielt hat. Wir haben ihn in erster Linie als Juniorentrainer geholt. Dass er gut in unser NLB-Team passt und mit seiner Klasse eine echte Verstärkung ist, sprach natürlich auch für ihn.» Stellt sich die Frage, wie sich ein Verein wie Ad Astra dies leisten kann. Auch darauf hat Hofer schnell eine Antwort bereit: «Alle unsere ausländischen Spieler gehen zu 80 bis 100 Prozent einer bezahlten Arbeit nach. Trotzdem sind wir auf die Unterstützung unserer Sponsoren angewiesen. Ansonsten hätten wir den Transfer von Liikanen nicht stemmen können.»

Neben Pass und Liikanen ergänzen neu Thomas de Ruiter sowie Noah Boschung und Nils Schälin das Kader der ersten Mannschaft. De Ruiter wird mit einer Doppellizenz mit Powerwave Buochs-Ennetbürgen (2. Liga GF) ausgestattet, die beiden talentierten Eigengewächse Boschung und Schälin erhalten durch die Aufnahme ins Förderkader die Gelegenheit, sich ans höhere Niveau heranzutasten. Trainer Otto Moilanen zeigt sich erfreut über die Breite in der Mannschaft: «Wir haben auf jeder Position einen gesunden Konkurrenzkampf. Ich fordere eine hohe Intensität in den Trainings, Konkurrenzkampf ist in dieser Hinsicht nur förderlich.» Die NLB-Meisterschaft beginnt bereits Mitte September wieder. Moilanen ist zuversichtlich: «Bis dann werden wir bereit sein.» (jh)