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Untersuchung der Fische im Sarnersee fördert auch Überraschungen zu Tage

Eine Studie hat ergeben, dass der Fischbestand im Sarnersee naturnah und in einem guten Zustand ist. Einzig die Uferlinie bereitet ein wenig Sorgen.
Den Fischen im Sarnersee geht es gemäss einer Studie gut. (Archivbild: Manuela Jans-Koch, Sarnen)

Den Fischen im Sarnersee geht es gemäss einer Studie gut. (Archivbild: Manuela Jans-Koch, Sarnen)

Erstmals hat der Kanton Obwalden die Fischfauna im Sarnersee quantitativ untersucht. Vom 11. bis 15. September 2017 wurden im Auftrag des Amtes für Landwirtschaft und Umwelt im «Projet Lac» mit vertikalen und horizontalen Netzen von unterschiedlicher Maschenweite sowie der Elektrofischerei die Lebensräume in allen Tiefen untersucht.

Es wurden 2233 Fische von 20 verschiedenen Arten gefangen, wie der Kanton in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Der Fischbestand entspreche dem historisch beschriebenen Bestand um das Jahr 1900 und zeige, dass der von Natur aus nährstoffarme Sarnersee im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts durch Nährstoffeinträge nur wenig beeinträchtigt geworden sei.

39 Prozent der Seeuferlinien in naturnahem Zustand

Die Fischfauna wird gemäss der Studie heute durch Egli und Felchen dominiert. Besonders erstaunlich sei der Fang von zwei Nasen, eine vom Aussterben bedrohte Fischart, welche sich normalerweise in Fliessgewässern aufhalte. Neben der natürlichen Fischartenvielfalt kommen heute ausserdem drei neue, standortfremde Arten vor: Kaulbarsch, Zander, Seesaibling. Es wurden Fische über die ganze Seetiefe (51 Meter) nachgewiesen, die grösste Dichte fand sich aber in einer Tiefe zwischen 0 und 16 Meter.

Die natürliche Fortpflanzung im See funktioniert laut dem Kanton. Aus diesem Grund sei ein zusätzlicher Besatz im See für keine Fischart notwendig oder sinnvoll. Der Fischbestand sei heute naturnah und in gutem Zustand. Dies gelte es zu erhalten, indem die bisherigen Anstrengungen im Gewässerschutz weitergeführt und ökologische Aufwertungen angestrebt würden. Möglichkeiten hierzu gebe es insbesondere bei den Einmündungen der stark verbauten Bäche, welche für Fische einen besonders wichtigen Lebensraum darstellen. Und auch bei den Uferlinien gebe es Handlungsbedarf, heisst es im Schreiben. Diese seien stark verbaut und naturfremd. 39 Prozent der Seeuferlinien würden einen naturnahen Zustand aufweisen.

Alpnachersee wird ebenfalls untersucht

Das «Projet Lac» wird auch heuer durchgeführt. Vom 10. bis 14. September werden Befischungen im Alpnachersee durchgeführt. (red)

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