URTEIL: Wer auf Piste vorne fährt, hat Vorrang

Unterschiedliche Fahrstile führten zu einem schweren Unfall am Titlis. Ein Verletzter drang mit seiner Klage aber nicht durch.

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Skifahrer im Titlis-Gebiet. (Symbolbild Michael Buholzer/Neue LZ)

Skifahrer im Titlis-Gebiet. (Symbolbild Michael Buholzer/Neue LZ)

Die Obergerichtskommission Obwalden hat das Strafverfahren gegen die Skifahrerin S. eingestellt, die im Januar 2004 im Skigebiet Titlis beim Rotegglift mit Skifahrer U. zusammengestossen war. Laut dem Entscheid erlitt U. bei der Kollision multiple Knieverletzungen, welche eine dauerhafte teilweise Invalidität nach sich zogen. Skifahrerin S. blieb unverletzt. Der verletzte Skifahrer erhob Strafanantrag.

Die Obergerichtskommission ist zum Schluss gekommen, dass der mit kurzen Schwüngen talwärts fahrende U. von oben her mit S. kollidiert sein müsse. Der Stil der Skifahrerin S. mit weiten Schwüngen sei nicht aussergewöhnlich. Der am Pistenrand fahrende U. habe damit rechnen müssen, dass ein anderer Fahrer die ganze Pistenbreite ausnütze. Gemäss FIS-Regel 3 müsse der von hinten kommende Skifahrer seine Spur so wählen, dass er vor ihm fahrende Pistenbenützer nicht gefährde.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Obwaldner Zeitung.