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Sporting Park Engelberg: Verhaltene Kritik zu den Kosten

Der Sporting Park soll saniert und erweitert werden. Zunächst muss das Stimmvolk aber über den Wettbewerbskredit entscheiden. Kosten und Finanzierung warfen am Informationsabend Fragen auf.
Franziska Herger
Der Eingang zum Sporting Park. (Bild: Corinne Glanzmann (Engelberg, 26. Juli 2017))

Der Eingang zum Sporting Park. (Bild: Corinne Glanzmann (Engelberg, 26. Juli 2017))

Die Gemeinde Engelberg unternimmt einen erneuten Anlauf, den Sporting Park zu sanieren und zu erweitern. Nach einem Marschhalt 2015 wegen starker Kritik an zwei Vorprojekten soll nun ein Projektwettbewerb für 470'000 Franken lanciert werden (wir berichteten). Über den Wettbewerbskredit stimmt Engelberg am 23. September ab. Am Dienstagabend informierte der Gemeinderat die Bevölkerung über das geplante Angebot mit Erlebnisbad, Wellnessanlage, Boulderhalle, Bowlinganlage, Indoor-Spielplatz und Indoor-Schiessanlage. Die bestehenden Angebote sollen beibehalten und optimiert werden.

«Rechnen Sie lieber mit 60 Millionen»

Die Vorlage führte in der gut gefüllten Aula des Schulhauses Äschi kaum zu heftigen Reaktionen. An den Kosten wurde jedoch vereinzelte Kritik laut. Eine knappe halbe Million Franken erscheine «sehr teuer», hiess es aus den Reihen der Zuhörer. Roger Gort, CEO der Luzerner Büro für Bauökonomie AG, das den Projektwettbewerb für die Gemeinde vorbereitet hat, widersprach: «Die Kosten sind im Vergleich zu ähnlichen Verfahren nicht aussergewöhnlich hoch. Praktisch die Hälfte sind Entschädigungen für die Teilnehmer. Wenn man nicht entschädigt, hat man auch keine Wettbewerbsteilnehmer.»

Bei einem Ja und nach Durchführung des Projektwettbewerbs rechnet der Gemeinderat mit Projektkosten von rund 48 Millionen Franken. Der Sporting Park soll in eine Aktiengesellschaft ausgegliedert werden, an der die Gemeinde die Mehrheitsbeteiligung halten und eine Anschubfinanzierung von 15 Millionen Franken leisten will. Zur Finanzierung würde es zu gegebenem Zeitpunkt eine weitere Volksabstimmung brauchen, doch bereits heute bestehen bei einigen Zweifel. «Rechnen Sie lieber mit 60 Millionen, dann kommen Sie der Wahrheit näher», riet ein Engelberger dem Gemeinderat. Das Kostendach sei «sehr seriös berechnet», entgegnete Statthalter Seppi Hainbuchner, «hinter der Zahl kann ich stehen».

SVP-Präsidentin Monika Rüegger wollte wissen, ob Varianten ausgelotet worden seien für den Fall, dass die geplante AG die 48 Millionen nicht in absehbarer Zeit aufbringe. «Könnte man etwas abspecken, etwa die ganzjährige Beheizung des Aussenbads oder die Sauna?» Man rechne nicht mit einer Verzögerung, antwortete Seppi Hainbuchner. «Das über die 15 Millionen Anschubfinanzierung hinausgehende Kapital wird die AG hauptsächlich mit Bankkrediten aufbringen müssen. Es haben Gespräche mit Bankinstituten stattgefunden, wonach eine Fremdfinanzierung zu 70 Prozent möglich sei.»

70000 zusätzliche Besucher pro Jahr erwartet

«Bowling – macht man das überhaupt noch, und wenn ja, braucht es eine solche Riesen-Anlage?», wollte ein anderer Engelberger wissen. Man erhalte häufig Anfrage von Gästen, die gerne bowlen würden, entgegnete Sporting-Park-Geschäftsführer Ferdinand Janka. Er rechne mit einer Auslastung der 580 Quadratmeter grossen Bowlingbahn von 30 Prozent. Die neuen Angebote, allen voran das Schwimmbad, dessen Verschiebung vom heutigen Standort Sonnenberg die Stimmbürger 2012 knapp beschlossen haben, dürften jährlich 70'000 zusätzliche Besucher in den Sporting Park bringen, so Janka.

Heute sind es jährlich 180'000 Besucher, darunter die Teilnehmer von mehr als 50 Eishockey-Camps. Janka verwies denn auch auf die wirtschaftliche Bedeutung des Sporting Parks für Engelberg. «Alle diese Besucher bringen auch zahlreiche Übernachtungen.» Talammann Alex Höchli warb zum Schluss für die Vorlage: «Damit haben wir den Startpunkt für dieses Generationenprojekt gefunden.»

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