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VERKEHRSSICHERHEIT: Bessere Mittelstreifen-Markierung auf der A8

Auf der Autostrasse A8 zwischen Sarnen und Alpnachstad wird die Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern nicht gesenkt. Damit es weniger Frontalkollisionen gibt, wird aber der Mittelstreifen besser markiert.
Damit solche Szenen auf der A8 der Vergangenheit angehören, sollen die Mittelstreifen besser markiert und ein Überholverbot mit Rüttelmarkierung eingeführt werden. Im Bild ein tödlicher Unfall in Alpnachstad vom August 2013. (Bild: Kapo Obwalden (Archiv))

Damit solche Szenen auf der A8 der Vergangenheit angehören, sollen die Mittelstreifen besser markiert und ein Überholverbot mit Rüttelmarkierung eingeführt werden. Im Bild ein tödlicher Unfall in Alpnachstad vom August 2013. (Bild: Kapo Obwalden (Archiv))

Der Obwaldner Regierungsrat und Kantonsrat haben 2013 vom Bund gefordert, dass die Sicherheit auf der sechs Kilometer langen, durch eine Sicherheitslinie getrennten zweispurigen Schnellstrasse verbessert werde. Anlass waren zwei Unfälle mit vier Todesopfern.

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat am Mittwoch über die sofortigen und längerfristig möglichen Massnahmen informiert. Mit diesen solle die leicht überdurchschnittliche Unfallschwere reduziert werden, sagte ASTRA-Sprecherin Esther Widmer auf Anfrage.

Einen eigentlichen Unfallschwerpunkt gab es auf der A8 gemäss ASTRA aber nicht. Auch die Unfallrate und die Verunfalltenrate liegen, im Vergleich mit ähnlichen Strassen, unter dem Durchschnitt.

Im Zeitraum von Mai 2007 bis November 2011, den das ASTRA untersucht hat, ereigneten sich auf dem A8-Abschnitt 23 Unfälle mit drei Todesopfern. Bei 13 der 23 Unfällen kam es zu Kollisionen oder Beinahekollisionen im Gegenverkehr.

Durchgehendes Überholverbot ab 2015

Um solche Frontalkollisionen zu vermeiden, wird noch in diesem Jahr zwischen Sarnen Nord und Alpnachstad die Signalisation verbessert. So werden bei den Einfahrten Richtungspfeiler am Boden markiert. Dort, wo es eine doppelte Sicherheitslinie gibt, wird eine Rüttelmarkierung angebracht.

2015 werden die Massnahmen gegen Frontalkollisionen ausgebaut. Für diesen Schritt ist eine Projektierung und Genehmigung notwendig. Vorgesehen ist ein durchgehendes Überholverbot, das mit doppelter Sicherheitslinie mit Rüttelmarkierung markiert wird. Zudem werden am Mittelstreifen Plastikbaken angebracht.

Wie die Markierung mit den Baken ausgestaltet wird, ist gemäss Widmer noch nicht entschieden. Dies sei Teil der Projektierung, sagte sie.

Später ist ein Ausbau der A8 zu einer richtungsgetrennten, je einstreifigen Autobahn mit Pannenstreifen möglich. Dazu muss die Strasse aber um mehrere Meter verbreitert werden. Die Planung dazu werde aufgenommen, teilte das ASTRA mit, doch sei bei diesem Vorhaben ein öffentliches Auflageprojekt nötig.

Noch nicht aktuell ist ein Ausbau der A8 zur vierstreifigen Autobahn. Die Strecke sei zur Zeit und mittelfristig kein Engpass, schreibt das ASTRA.

sda

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