VERWALTUNGSKOSTEN: Ausgleichskasse passt Beiträge an

Die Ausgleichskasse Obwalden passt die Beträge zur Deckung der Verwaltungskosten per 1. Januar 2011 an. Dies, weil der Bund die Kostenbeteiligung der Mitglieder erhöht hat.

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Die Ausgleichskasse Obwalden hat über 5000 Mitglieder. Die Mitarbeiterin Mirjam Kempf sucht sich aus der Registratur eine Akte. (Bild Pius Camenzind/Neue OZ)

Die Ausgleichskasse Obwalden hat über 5000 Mitglieder. Die Mitarbeiterin Mirjam Kempf sucht sich aus der Registratur eine Akte. (Bild Pius Camenzind/Neue OZ)

Davon sind die angeschlossenen Arbeitgebenden, Selbstständigerwerbenden und Nichterwerbstätigen betroffen. Die Beiträge dienen zur Deckung der aus dem Vollzug der Sozialversicherungswerke des Bundes entstehenden Verwaltungskosten.

Bund hat Beiträge erhöht
Eine Anpassung ist notwendig, weil das Eidgenössischen Departement des Innern die Kostenbeteiligung der Mitglieder von bisher drei auf neu fünf Prozent erhöht hat. Gleichzeitig wird es den Ausgleichskassen ermöglicht, dass sie den Beitragsraster verursachergerechter ausgestalten können. Dies hat zur Folge, dass gewisse einen höheren, andere einen tieferen Verwaltungskostenbeitrag bezahlen müssen.

Sehr hohe Lohnsummen entlasten
Neu bezahlen Nichterwerbstätige generell den festgelegten Höchstansatz von fünf Prozent. Gleiches gilt für Selbstständigerwerbende, die den Mindestbeitragssatz an AHV/IV/EO-Beiträgen von 460 Franken entrichten.
Selbstständigerwerbende mit einem AHV/IV/EO-Beitrag bis 5000 Franken tragen Verwaltungskosten wie bisher. Für solche mit einem AHV/IV/EO-Beitrag von über 5000 Franken wird der Verwaltungskostenbeitrag um ein halbes Prozent gesenkt, für jene mit einem Beitrag von über 10'000 Franken um ein ganzes Prozent.
Für Arbeitgeber mit einer Jahreslohnsumme bis 100'000 Franken erhöht sich der Verwaltungskostenbeitrag um ein Prozent, für solche mit einer Jahreslohnsumme zwischen 100'000 und 500'000 Franken um 0.5 Prozent.
Wesentlich entlastet werden Arbeitgeber mit einer Jahreslohnsumme von über zwei Millionen Franken, weil sich bei diesen der Aufwand überproportional verringert. Generell soll für die Arbeitgeber mit einer Jahreslohnsumme ab 100'000 Franken bei elektronischem Geschäftsverkehr mit der Ausgleichskasse ein zusätzlicher Abzug von 0.2 Prozent zur Anwendung kommen.

Ausgegelichene Rechnung erwartet
Die Anpassung der Verwaltungsbeiträge hat Mindereinnahmen bei der Ausgleichskasse von rund 100'000 Franken oder rund sieben Prozent der Jahreseinnahmen zur Folge. Dieser Betrag entspricht dem zu erwartenden Ertragsüberschuss der Verwaltungsrechnung für die nächsten Jahre. Somit kann auch weiterhin eine ausgeglichene Rechnung erwartet werden.

pd/bep