VIELE AUFTRÄGE: Obwaldner müssen auch nachts arbeiten

Die Unternehmen spüren den Aufschwung. Viele reagieren darauf mit zusätzlichen Gesuchen für Nacht- und Sonntagsarbeit.

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Blick in die Produktionstätte einer Obwaldner Firma. (Bild Boris Brügisser / Neue LZ)

Blick in die Produktionstätte einer Obwaldner Firma. (Bild Boris Brügisser / Neue LZ)

Beim Möbelproduzenten Alpnach Norm laufen die Maschinen auf Hochtouren. «Vor allem die Bestellungen aus der Bauwirtschaft haben stark angezogen», stellt Geschäftsinhaberin Brigitte Breisacher fest. Weil das Unternehmen nur auf Bestellung produziert, machen sich Nachfrage-Schwankungen sofort bemerkbar. «Wir reagieren auf das gestiegene Auftragsvolumen mit Überstunden. Zudem haben wir die Belegschaft um 4 Prozent aufgestockt.»

Viele Unternehmen können aber die Bedarfsspitze nicht alleine mit Überstunden und mehr Personal abdecken. «Derzeit besteht eine erhebliche Nachfrage für Bewilligungen von Nacht- und Sonntagsarbeit. Besonders die Gesuche für Sonntagsarbeit haben zugenommen», stellt der Obwaldner Volkswirtschaftsdirektor Niklaus Bleiker in letzter Zeit fest.

Den Grund für diesen Run sieht er im Wirtschaftsaufschwung, der früher als erwartet eingesetzt hat. Viele Abnehmer haben ihre Lager während der Krise der vergangenen Jahre auf ein Minimum abgebaut. Um ihre Kunden fristgerecht bedienen zu können, sind die Abnehmer auf Nachschub ihrer Lieferanten angewiesen. Die Anlagen müssen länger in Betrieb sein, um die gesteigerte Nachfrage decken zu können.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag».