Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Flüeli-Ranft: Viele kommen zum ersten Mal

Das Gedenkjahr zu Ehren von Bruder Klaus hallt noch immer nach. Es habe den Tourismus verändert, sagen Mitarbeiterinnen von Stiftung, Geburtshaus und Ranft.
Marion Wannemacher
Monika und Franz Peterhans mit ihren Grosskindern Celina (rechts) und Katja vor dem Geburtshaus von Bruder Klaus in Flüeli-Ranft. (Bild: Marion Wannemacher (Flüeli-Ranft, 30. Juli 2018))

Monika und Franz Peterhans mit ihren Grosskindern Celina (rechts) und Katja vor dem Geburtshaus von Bruder Klaus in Flüeli-Ranft. (Bild: Marion Wannemacher (Flüeli-Ranft, 30. Juli 2018))

Monika und Franz Peterhans haben einen günstigen Tag gewählt, um sich mit ihren Enkelinnen Katja und Celina auf die Spuren von Bruder Klaus zu begeben. Im Geburtshaus sind die vier Aargauer die Einzigen, in Ruhe können sie sich die einfache Kammer, Stube und den verrussten Herd anschauen. «Man hat ja im vergangenen Jahr viel vernommen über Bruder Klaus», sagt Franz Peterhans. Dass sie sich aus Künten nach Flüeli-Ranft aufgemacht haben, hat weniger mit dem Gedenkjahr zu tun. «Immer wenn eines von unseren Grosskindern Kommunion hat, kommen wir mit diesem hierher, um ihm Bruder Klaus näher zu bringen.» Das Ehepaar hat 16 Grosskinder. Dieses Jahr machen die zehnjährige Katja und ihre neunjährige Cousine Celina den Ausflug ins Flüeli. Von hier aus wollen sie noch in den Ranft und später an der Melchaa picknicken.

Die Familie ist für die Menzinger Schwester Ruth Walker, die heute im Geburtshaus Dienst tut, ein typisches Beispiel für die Besucher im Jahr nach dem Jubiläum: «Es sind andere als letztes Jahr: Nun kommen mehr Familienverbände, Einzelwanderer oder Wandergruppen. Ausflugs- und Seniorengruppen, Frauen- oder Kirchenvereine waren dagegen eher letztes Jahr zum Jubiläum da», hält sie fest. Von April bis Ende Juli besuchten vor dem Jubiläumsjahr im Schnitt zwischen 5000 und 7000 Besucher Geburts- und Wohnhaus von Bruder Klaus, im Jubiläumsjahr waren es doppelt so viele, heuer sind die Zahlen wieder wie vorher.

Gedenkjahr wurde als Impulsjahr genutzt

Doris Hellmüller, Geschäftsleiterin der Bruder-Klausen-Stiftung, betont, dass es dem Trägerverein von vornherein darum gegangen sei, das Gedenkjahr als Impulsjahr zu nutzen. «Das ist auch gelungen», sagt sie. Ein Teil ihrer Arbeit sei die Betreuung, Führung und Beratung von Wallfahrern vor Ort, ein ebenso wichtiger aber auch die Stärkung des weltweiten Netzwerks. «Wir hatten vor dem Gedenkjahr 60 Kontakte zu Bruder-Klaus-Pfarreien, jetzt haben wir weit über 200. Diese pflegen wir aktiv.»

Seit 2016 bietet die Stiftung Führungen in fünf verschiedenen Sprachen im Dorf an. Die eineinhalbstündige Tour führt durch das Leben von Bruder Klaus und Dorothee von seiner Geburt bis zur Einsiedlerklause im Ranft. 330 solcher Führungen wurden im Gedenkjahr gebucht, bis jetzt sind es bereits 150 für 2018.

Viele Gäste seien seit ihrer Kindheit, dem damaligen Ausflug mit der Schule oder den Eltern zum ersten Mal wieder hier. Darin ist sich Schwester Ruth Walker einig mit Véronique Hirsch von der Gemeinschaft Chemin Neuf, die im Ranftladen Devotionalien verkauft. Manchmal kämen gar Schulkinder, die ihren Eltern zeigen wollten, was sie in Flüeli-Ranft bei der Führung erlebt haben. «Viele der Besucher in diesem Jahr sind aus der Romandie», sagt Hirsch.«Es gibt einige Pilger, die lieber dieses Jahr kommen, wo es ein bisschen ruhiger ist, als während des Gedenkjahres.»

«Das Publikum ist jünger geworden als früher»

Hat sich der Tourismus also verändert? «Vielleicht ein bisschen erneuert, das Publikum ist jünger geworden», schätzt Véronique Hirsch ein. Und Margrit Spichtig, die im Kiosk Paxmontana arbeitet, auf den der Besucher zuerst trifft, wenn er ins Dorf hochkommt, stellt fest: «Viele sind jetzt auch zum ersten Mal hier.» Zurzeit kämen eher Feriengäste aus Deutschland und Holland. Sie sind auf den Campingplätzen in Sachseln und Sarnen untergebracht. Aber auch Tagestouristen, Wanderer und Velofahrer kaufen sich Andenken, Glace und Erfrischungen im Kiosk. Insgesamt stellt Margrit Spichtig eine kleine Umsatzsteigerung fest im Vergleich zu vor dem Jubiläumsjahr.

Der Ranftladen dagegen verzeichnet einen gleichbleibenden Umsatz im Vergleich zu 2016. Dafür suchten aber diejenigen, die dem Thema um Niklaus von Flüe zum ersten Mal begegneten, das Gespräch im Laden. Sie fragten nach der Bedeutung des Rades und zeigten sich berührt vom Bruder-Klausen-Gebet.

Und auch das gibt es: Reportagen, die erst in diesem Jahr gedreht werden: Das katholische private Videoportal K-TV mit Sitz im Allgäu startete eine Reportagenserie über Bruder Klaus. «Das ist auch eine Frucht des Gedenkjahres», sagt Pfarrer Thomas Maria Rimmel von K-TV.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.