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Viele Obwaldner Senioren hätten Anrecht auf Unterstützung

Mit Spenden finanziert die Pro Senectute Obwalden ihre kostenlosen Dienstleistungen wie etwa Beratungen im finanziellen Bereich. Die Herbstsammlung soll helfen, Hilflosigkeit zu vermeiden.
Philipp Unterschütz
Eine Seniorin bei einem Beratungsgespräch. (Bild: Christof Schuerpf/Keystone)

Eine Seniorin bei einem Beratungsgespräch. (Bild: Christof Schuerpf/Keystone)

Rita S. (81) rutschte aus und brach sich die Hüfte. Hans B. (85) verletzte sich bei einem Sturz am Kopf und war wochenlang ans Bett gefesselt. Die beiden Senioren haben erlebt, wie ihr Leben von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt wurde. Und sie verloren diese kostbare Fähigkeit, der man erst dann so richtig bewusst wird, wenn sie nicht mehr da ist: ihre Selbstständigkeit. Die Ohnmacht, nicht mehr über sich selbst bestimmen zu können, habe sie am meisten gequält, mehr noch als die körperlichen Schmerzen, berichten die Betroffenen. Nicht zuletzt dank der Unterstützung der Pro Senectute stehen die beiden Betagten mittlerweile wieder fest im Leben und haben die Folgen ihrer Unfälle überwunden.

Rita S. und Hans B. sind die Gesichter der diesjährigen Herbstsammlung der Pro Senectute. Am vergangenen Mittwoch ging das Flugblatt zum Spendenaufruf mit dem Bild von Hans B. auch in alle Obwaldner Haushalte. «Auch wenn es eine nationale Aktion ist – das Geld, das in Obwalden gespendet wird, geht vollumfänglich an die Pro Senectute Obwalden», betont Geschäftsleiterin Claudia Dillier. Mit den Spenden finanziert die Pro Senectute ihre zahlreichen Dienstleistungen für Senioren. «Insbesondere möchten wir, dass durch unsere Unterstützung Hilfslosigkeit vermieden werden kann.»

Obwalden hat die zweitkleinste Geschäftsstelle der ganzen Schweiz, vier Personen teilen sich 240 Stellenprozente. In Sachen Spenden besteht in Obwalden durchaus noch Luft nach oben. In den Jahren 2014 bis 2017 lag das Ergebnis der Herbstsammlung der Pro Senectute unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt.

Unterstützungsgelder werden nicht abgeholt

Eine der gefragtesten Dienstleistungen der Pro Senectute Obwalden ist die kostenlose, individuelle Beratung. Dabei gehe es um persönliche, rechtliche oder finanzielle Fragen, erklärt Claudia Dillier. Insbesondere im finanziellen Bereich habe man festgestellt, dass viele der bestehenden Unterstützungsmöglichkeiten, sei es beispielsweise vom Bund oder von Stiftungen, nicht genügend bekannt seien und dementsprechend nicht abgeholt würden. «Wir haben festgestellt, dass in Obwalden die Anzahl Gesuche für finanzielle Unterstützung dieses Jahr rückläufig war, obwohl die Tendenz sonst eher in die andere Richtung geht – und auch die Bevölkerungsstruktur oder Vermögensverhältnisse haben sich nicht geändert.» Claudia Dillier vermutet, dass bei der ländlichen Bevölkerung die Hemmschwelle zu gross sei, um sich bei einer Stelle zu melden und um (finanzielle) Hilfe zu ersuchen. Auch sei die familiäre Unterstützung wichtig und funktioniere in Obwalden sehr gut.

Aber gerade weil so viel geleistet werde, solle man das nicht überstrapazieren und die Dienstleistungen, die es gebe, auch in Anspruch nehmen. «Es ist wichtig, dass die Senioren und ihre Angehörigen wissen, dass die Pro Senectute als Anlaufstelle kostenlose und neutrale Beratungen unter Schweigepflicht anbietet.»

Frühzeitig Hilfe suchen

Es gebe viele Hilfsmöglichkeiten für Senioren, die in knappen finanziellen Verhältnissen leben müssten: für Hilfsmittel wie Gehhilfen oder für Gesundheits-, Wohn- und Mobilitätskosten. Die Pro Senectute helfe den Betroffenen, einen Überblick zu gewinnen, kläre ab, was zweckmässig sei, und übernehme die Gesuchstellung. «Wenn nur schon finanzielle Überlegungen als belastend empfunden werden, sollten sich Senioren bei uns melden, nicht erst dann, wenn sich die Rechnungen zu Hause stapeln», empfiehlt Claudia Dillier.

Mehr Infos: www.ow.prosenectute.ch

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