Vielleicht entscheidet am Ende das Volk

Am Mittwoch fällt der Entscheid über die Zukunft des Flugplatzes Kägiswil. Zumindest vorläufig, denn am Schluss könnte das Volk das letzte Wort haben.

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Dem Flugplatz Kägiswil droht Ende 2016 das Aus. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Dem Flugplatz Kägiswil droht Ende 2016 das Aus. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Das Geschäft auf der Traktandenliste des Kantonsrats für morgen Donnerstag tönt unspektakulär: «Kreditbeschluss über den Kauf militärischer Liegenschaften, Teil 2.» Doch dahinter versteckt sich ein Thema, das in den vergangenen Tagen in vielen Leserbriefen zu reden gab und auch eine Petition auslöste: Das Parlament entscheidet, ob der Kanton den Flugplatz Kägiswil von der Armasuisse kaufen soll. Die Regierung beantragt für Kauf und Rückbau maximal 1,8 Millionen Franken vom Kantonsrat. Gemäss Regierung wäre dann der Flugbetrieb bis Ende 2016 einzustellen.

Die vorberatende elfköpfige Kommission des Kantonsrats befürwortet das Geschäft ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung, wie Präsident Peter Seiler (SVP, Sarnen) auf Anfrage erklärt. Es sei in den Augen der Mehrheit eine grosse Chance, dass man Landwirten auf der anderen Seite der Sarneraa Realersatz bieten könne.

SVP will Kompromiss

Die SVP-Fraktion stellt zuhanden der morgigen Sitzung einen Änderungsantrag. Ruedi Waser, Präsident der Flugplatzgenossenschaft, hatte unserer Zeitung gegenüber gesagt: «Mit einer 600 Meter langen Piste könnten wir den Flugbetrieb aufrechterhalten.» Genau hier setzt der SVP-Antrag an: «Beim Rückbau wird eine flugtaugliche Piste von maximal 600 Metern Länge und maximal 20 Metern Breite belassen.» Damit könnte weitergeflogen werden, sagt Waser.

Volksabstimmung wahrscheinlich

Der Entscheid des Kantonsrats dürfte unter Umständen nicht abschliessend sein. «Wir werden sicher das Referendum ergreifen, wenn der Kantonsrat Ja sagt», erklärte Ruedi Waser auf Anfrage. Somit käme es zu einer Volksabstimmung über den Kauf. Sollte der Antrag der SVP durchkommen, wäre das allerdings im Sinne der Genossenschaft und ein Grund, auf das Referendum zu verzichten.

Markus von Rotz

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